Rheineck gewinnt im Derby klar

FUSSBALL. Didi Metzlers Schützlinge verantworten mit einem 4:1-Derbysieg lange Gesichter bei den Diepoldsauer Gästen. Captain Alessandro Chiarello landet einen Doppelpack.

Günther Böhler
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Die Diepoldsauer springen nicht hoch genug: Rheineck gewinnt im 3.-Liga-Derby mit 4:1. (Bild: Günther Böhler)

Die Diepoldsauer springen nicht hoch genug: Rheineck gewinnt im 3.-Liga-Derby mit 4:1. (Bild: Günther Böhler)

Auf der Rheinecker Stapfenwis bekamen die Zuschauer eine lange Phase des Abtastens zu sehen. Keiner der Kontrahenten wollte dem anderen ins offene Messer laufen. Für die Hausherren fand Laurin Kijsters (18.), der den Ball aus kurzer Distanz über das Gehäuse setzte, eine gute Möglichkeit vor. Beim FC Diepoldsau-Schmitter blieb Sandro Hutter (20.) nach einem Solo hängen.

Hausherren sehr effektiv

In der 26. Minute folgte das 1:0 für Rheineck. Der sehr offensiv ausgerichtete Verteidiger Lendim Ibrahimi schloss einen Alleingang über die linke Seite mit einem wuchtigen Schuss aus kurzer Distanz erfolgreich ab. Das war es dann aber schon an Höhepunkten vor der Pause.

Kurz nach Beginn der zweiten Halbzeit legten die Rheinecker gleich nach. Kijsters reagierte nach einem Fehler der Gäste-Abwehr am schnellsten und servierte auf Alessandro Chiarello (47.), der auf 2:0 erhöhte. Der 2.-Liga-Absteiger – der in den ersten zwei Spielen jeweils 1:1 gespielt hatte – legte nun einen Gang zu und kam nach genau einer Stunde zum Anschlusstreffer: Marc Gröber verwertete einen idealen Querpass von Dursun Karatay.

Es folgte die beste Phase der Diepoldsauer, doch getroffen haben erneut die Metzler-Schützlinge. Der kurz zuvor eingewechselte, vor der Saison von Nachbar St. Margrethen gekommene Serkan Aktas stellte in Minute 72 mit dem 3:1 den alten Abstand wieder her. Der vierte Treffer war nur noch Draufgabe, allerdings eine sehr sehenswerte. Chiarello bezwang in der Nachspielzeit Florin Wetter mit einem Heber aus spitzem Winkel. Der Fallrückzieher-Rettungsversuch von Tolga Saf blieb unbelohnt.

Verdient, aber zu hoch

Das passte wie die Faust aufs Auge zum Verlauf dieses Rheintaler Duells. Denn zehn Minuten zuvor klärte auf der Gegenseite Pascal Lichtenstern auf der Linie, und zudem pfiff der Unparteiische den Rheininslern kurz vor dem dritten Gegentreffer einen aussichtsreichen Vorteil ab.

Daher war es auch nicht verwunderlich, dass sich Gäste-Coach Engelbert Hutter, bis auf seine Kritik an der Schiedsrichterleistung, in Schweigen hüllte. Hausherr Didi Metzler hingegen war gesprächig und natürlich auch sehr zufrieden mit seinen Spielern: «Wir haben die richtige Mischung gefunden, um es dem Gegner schwer zu machen. Unser Sieg ist verdient.»