RHEINECK: «Früener isch alles besser gsi»

Der Musikverein bot einen Konzertabend der Superlative. Die beiden Gastkünstler Sepp Manser und Tim Thomson übernahmen den humoristischen Part.

Andrea Eugster-Benz
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Der Musikverein Rheineck versteht es immer wieder, das Publikum zu begeistern. (Bild: Andrea Eugster-Benz)

Der Musikverein Rheineck versteht es immer wieder, das Publikum zu begeistern. (Bild: Andrea Eugster-Benz)

Das Thema «Früener isch alles besser gsi» trifft kaum auf den glamourösen Konzertabend zu, den die Gäste am Samstagabend erleben durften. Ein einzigartiger Mix an hochstehenden Musikdarbietungen und humoristischen Einlagen, wäre auch in der guten alten Zeit nicht zu übertreffen gewesen. Besser hätte die Stimmung im fast voll besetzten «Hecht»-Saal nicht sein können. Der tosende Applaus brachte beinahe die Wände zum Beben, sowohl bei den musikalischen Darbietungen als auch dem Auftritt der beiden bekannten Unterhaltungskünstler Sepp Manser von «voll parat comedy» und Zauberer Tom Thomson, die spektakulär und witzig durch das Showprogramm führten.

Viel Humor und verblüffende Zaubertricks

Sepp Manser strapazierte die Lachmuskeln in der Rolle eines bodenständigen Appenzellers auf der Suche nach der richtigen Frau und mit der absoluten Überzeugung, das früher alles besser war. Tom Thomson verblüffte mit packender Zauberkunst und verlieh dem Abend einen Hauch Mystik und pulsierendes Las Vegas.

Äusserst talentierte Jungbläser

Grandios eröffneten die Jungbläser unter der Leitung von Katja Weber-Eugster das Abendprogramm. Mit Kompositionen wie die «Flintstones» oder dem legendären «Living Next Door To Alice» der weltbekannten Kultband Smokie zogen sie das Publikum überaus talentiert und von Beginn weg in ihren Bann. Es folgten Kompositionen wie «Lady in Black» und die Titelmusik aus «Fluch der Karibik». Die Zuhörerschaft zeigte sich begeistert. Armin Risch, Präsident des Musikvereins Rheineck, traf die richtigen Worte, dass das Unterhaltungsmotto «Früener isch alles besser gsi!» bestimmt nicht auf die Mädchen und Knaben der Jungbläser zutreffe.

Ein bunter Strauss bekannter Melodien

Im Anschluss hiess es Bühne frei für den Musikverein Rheineck. Der neue Dirigent Patrick Ruppanner und sein Orchester führten beinahe nahtlos mit dem rassigen Marsch «Salemonia», komponiert von Kurt Gräble, den Unterhaltungsblock weiter. Gefolgt von weiteren Hits, darunter «Billy Vaughn Goldies», «Mr. Bojangles» und «Don’t Stop Me Now», eines der bekanntesten Stücke der britischen Rockband Queen. Udo-Jürgens-Fans durften sich über «Ich war noch niemals in New York» freuen, bevor «Eighties Flashback» auf enthusiastische Weise den Saal erfüllte. Ein vielfältiges, mitreissendes Medley aus weltberühmten 80er-Songs.

Weitere bekannte Melodien wie «Over The Rainbow», «Fantasy» und «Happy» rundeten das Repertoire harmonisch ab, wobei «Eine Nacht in Böhmen» ein krönendes Glanzlicht setzte. Von Swing über Jazz und Pop bis hin zu einer lüpfigen Polka. Das Unterhaltungsprogramm gestaltete sich so abwechslungsreich wie ein bunter Frühlingsstrauss, der absolut keine Wünsche offen liess.

Beinahe unaufhörlichen Applaus ernteten Dirigent Patrick Ruppanner und seine Musikantinnen und Musikanten für den grandiosen Auftritt. Dafür spendierten sie gleich mehrere Zugaben. Teilweise von Andrea Tar­nutzer auf dem Schwyzerörgeli begleitet.

Einen gemütlichen Ausklang fand der grandiose Unterhaltungsabend an der eigens eingerichteten Bar im «Hecht»-Saal.