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RHEINECK: Ferienträume auf der Fischmeile-Festmeile

Das Fischmeile-Fest am Samstag wurde von einer Parade alter VW-Busse eröffnet, die meisten von ihnen ideenreich zu Kleinwohnmobilen umgebaut. So mancher Festbesucher hätte gern selbst einen solchen – für lange Reisen irgendwohin.
Max Tinner
Manuela und Sandro Pescante vor ihrem am Fischmeile-Fest viel beachteten 1963er VW-Bus mit Originalfaltdach. (Bilder: Max Tinner)

Manuela und Sandro Pescante vor ihrem am Fischmeile-Fest viel beachteten 1963er VW-Bus mit Originalfaltdach. (Bilder: Max Tinner)

Max Tinner

Es sind längst nicht nur Hippieträume, die am Samstag als Auftakt zum Fischmeile-Fest mitten im Städtli zu sehen waren. Auch so mancher gutbürgerliche Besucher hätte gern einen Bulli in seiner Garage – oder würde noch lieber mit ihm auf und davon. Bulli, so nennen die Liebhaber die alten VW-Busse. Dieser Volkswagen Typ 2 war fast ebenso erfolgreich wie der VW Typ 1, der Käfer, der Millionen mobil gemacht hat.

Mit seiner legendären Geräumigkeit bot es sich geradezu an, den VW-Bus zum Wohnmobil im Kleinformat umzubauen. Auch praktisch alle VW-Busse, die am Samstag am Bulli-Ride teilnahmen, waren solche Umbauten. Am Mittag fuhren sie in die Festmeile ein, mit dem typischen VW-Sound ihrer Jahrzehnte alten Motoren und vereinzelt auch umgeben von einer benzinschwangeren Parfumwolke.

Die Ehre, den Konvoi anzuführen, hatten Sandro und Manuela Pescante aus Untervaz mit dem ältesten Bus: Baujahr 1963. Pescante hat ihn vor 23 Jahren kaufen können und ist seitdem mit dem Bus durch halb Europa gefahren. In Schottland sei er schon mit ihm gewesen, in Korsika, an der Ostsee … Und doch hat der Bus erst 159000 Kilometer auf dem Zähler. Was zudem nur eingeschränkt gelte: In dem Bus schlage nämlich das dritte Herz – sprich, der Bus fährt mit dem bereits dritten Motor. Die Karosserie hingegen sei original, inklusive Gebrauchsspuren. Solche will Pescante auch gar nicht ausbessern. Die Patina des alten VW-Busses gefällt ihm. Und darum sei er auch unverkäuflich. So halten es auch die meisten andern, die ihre VW-Busse aufkolonniert hatten. Hingegen durfte man gerne einen Blick hineinwerfen und sich zu Einbauten am eigenen Bus inspirieren lassen, so man denn anderweitig zu einem kommen sollte.

Bis am Abend waren die Bullis wieder weg. Dann gehörte die vom Zivilschutz mit 100 Laufmetern Zelt überdachte Fischmeile-Festmeile ganz dem Festvolk. Unterhalten wurde man von Philipp Kanjo, von der jungen Band Neptun und von der Coverband Trade Mark, nachdem am Mittag schon der Musikverein Rheineck und das Rhyfelsquartett aufgetreten waren. Bewirtet wurde man von den Dorfvereinen.

Das nächste Fischmeile-Fest wird voraussichtlich 2020 stattfinden. Man strebe einen Dreijahresrhythmus an, alternierend mit dem Mittelaltermarkt und dem Brückenfest, erklärt OK-Präsident Stephan Vitzthum. In jedem Fall werde man auch nächstes Mal eine besondere Attraktion bieten (wie dieses Jahr die VW-Busse). Was es sein wird, lässt Vitzthum offen. Mühe, etwas zu finden, werde er nicht haben. Mittlerweile sei das Fischmeile-Fest so bekannt, dass solch spezielle Vereine anfragten, ob sie sich hier präsentieren dürften.

Hinweis

Viele weitere Bilder vom Bulli-Ride und vom Fest am Abend findet man auf rheintaler.ch unter Bilderstrecken.

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