Rheineck, die Grossbaustelle

Im Unterrheintaler Städtli bleibt kein Stein auf dem anderen: Es wird beim Kronenareal gebaut, die Thalerstrasse saniert, die Post renoviert und der Coop fertiggestellt. Eine Nahaufnahme in Rheineck.

Samuel Tanner
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Walter Robert Postauto-Chauffeur

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Rheineck. Beim Kronenareal sind die Arbeiten voll im Gang. Bauarbeiter stellen ihr italienisches Schimpf-Repertoire vor – ein grosser, grüner Kran erfüllt seine Pflicht. Der Architekt verspricht auf den Absperrungs-Plakaten: «Hier entsteht ein neues Projekt.» Für den Sommer 2011 werden attraktive Wohnungen gebaut. Das Kronenareal wird künftig ein modernes Wahrzeichen Rheinecks darstellen.

Zirka zweihundert Meter weiter entsteht ein moderner Verkaufsladen von Coop, die Eröffnung ist auf den 3. Dezember angesagt. Obwohl der Termin naht, rotieren auch hier Lastwagen, Bagger und Bauarbeiter in langärmligen Pullovern. In Richtung Thal finden sich zwei weitere Baustellen: Einerseits müssen die Autofahrer weite Umwege in Kauf nehmen, weil die Thalerstrasse saniert wird.

Andererseits ist die Poststelle mit Transparenten aus der Baubranche zugepflastert – die Mitarbeiter sind vorläufig im Provisorium untergebracht. Erst vor kurzem wurde der grosszügige Busbahnhof eröffnet – Rheineck kriegt einen neuen Anstrich verpasst. Im Zentrum sind die Parkplätze knapp, des Öfteren kurven Autofahrer deshalb ziellos durch das pittoreske Städtli.

«Zu wenig Parkplätze»

Johannes Meinl ist aus diesem Grund zu Fuss unterwegs. «Mir gefallen die baulichen Neuerungen in Rheineck. Vor allem finde ich es schön, dass der Charakter des Städtlis nicht verloren geht.» Die Einkaufsmöglichkeiten würden sich stetig verbessern. «Als Autofahrer stört man sich an den Baustellen. Es hat derzeit zu wenig Parkplätze», sagt der im letzten Oktober zugezogene Rentner.

Eine neue Parkplatz-Anlage entsteht laut Markus Zünd, Leiter Werke in Rheineck, neben dem Coop-Neubau. «Die Parkplätze werden jedoch bewirtschaftet», sagt Zünd. Bis am 3. Dezember der Neubau eröffnet wird, bleibt die Filiale im Städtli noch geöffnet – mit der Fleischwaren-Theke. Adriana Lapp sagt: «Langsam wurde es Zeit, den Coop zu erneuern.» Sie versteht die vielen Änderungen als Aufwertung für Rheineck.

«Der einzige Nachteil ist die aktuelle Sanierung der Thalerstrasse, die für Autofahrer Umwege zur Folge hat.»

Busse verspäten sich

Generell gibt die Thalerstrasse am meisten zu reden, auch bei den Buschauffeuren. Walter Robert von Postauto Schweiz sagt: «Auf der Linie zwischen Buechen, Thal und Rorschach kommt es immer wieder zu Verspätungen.» Ärgerlich ist dies vor allem, wenn Passagiere dadurch ihren Anschlusszug in Richtung Chur verpassen, was teilweise vorkommt.

Die Belagsarbeiten verlaufen jedoch planmässig – im Oktober möchte die Gemeinde die Sanierung abschliessen. Dies ist der erste Schritt zum neu gestrichenen Rheineck.

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Rheinecker Baustellen (von oben links im Uhrzeigersinn): Impression mit provisorischen Leitungen beim Dorfeingang, Kran-Arbeit beim Kronenareal, Renovierungsarbeiten bei der Poststelle und der Neubau der Lebensmittelkette Coop in der Nähe des vor kurzem fertiggestellten Bahnhofs. (Bilder: Samuel Tanner)

Rheinecker Baustellen (von oben links im Uhrzeigersinn): Impression mit provisorischen Leitungen beim Dorfeingang, Kran-Arbeit beim Kronenareal, Renovierungsarbeiten bei der Poststelle und der Neubau der Lebensmittelkette Coop in der Nähe des vor kurzem fertiggestellten Bahnhofs. (Bilder: Samuel Tanner)

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