RHEINECK: Bürger weitgehend zufrieden

Über die finanzielle Zukunft des Städtlis machen sich deren Bürger keine Sorgen. Auch sonst scheint nichts im Argen zu liegen. Dieser Eindruck entstand jedenfalls an der Vorversammlung am Donnerstag.

Kurt Latzer
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Die Rheineckerinnen und Rheinecker hatten nicht viele Fragen, wollten nicht diskutieren. (Bild: Kurt Latzer)

Die Rheineckerinnen und Rheinecker hatten nicht viele Fragen, wollten nicht diskutieren. (Bild: Kurt Latzer)

Kurt Latzer

Das Interesse, der Vorversammlung im «Hecht» beizuwohnen, war gross, das Interesse zu diskutieren hingegen nicht. Die grössten Brocken, über die Herr und Frau Rheinecker im Frühjahr entscheiden müssen, sind die Sanierung des Alters- und Pflegeheimes Kruft in Thal für geschätzte 9,5 Mio. Franken und den Kaufrechtsvertrag zwischen der Stadt und der RLC AG für das Areal Theresienheim und Werkhof.

Hierfür sei ein marktüblicher Bodenpreis von 370 Franken pro Quadratmeter vereinbart worden. Über beide Vorlagen entscheidet die Bürgerschaft am 21. Mai. Genauere Informationen zum Projekt Alters- und Pflegeheim erfahren die Rheineckerinnen und Rheinecker am Infor- mationsabend am 26. April. Eine Besonderheit nannte Hans Pfäffli, Stadtpräsident Rheineck, bereits am Donnerstag: «Auf dem Grundstück richten wir einen Pavillon für demente Menschen ein.» Bereits kommenden Montag, 20. März, haben die Stimmberechtigten über die Jahresrechnung 2016 und das Budget 2017 zu entscheiden. Die Rechnung schliesst mit einem Einnahmenüberschuss von knapp 590000 Franken. Hierzu kommt ein ausserordentlicher Ertrag aus der Elektra von 1,43 Mio. Franken. Im Voranschlag bereits eingerechnet ist die geplante Senkung des Steuerfusses von 134 auf 129 Prozent. Obwohl der Stadtrat 2017 von einem Defizit von knapp 455000 Franken ausgeht, ist Pfäffli überzeugt, dass Rheineck finanziell gesund ist. Der budgetierte Fehlbetrag soll aus der Reserve bezogen werden. Zu Rechnung oder Budget hatte niemand Fragen. Auch nicht über die Überführung von Rücklagen aus der Elektrizitätsversorgung von 1,43 Mio. Franken in den Finanzhaushalt der Stadt. Dieser Betrag werde für die Innensanierung des Oberstufenschulhauses zurückgestellt. Dieses Jahr soll die erste von drei Sanierungsetappen begonnen werden. Über dieses Projekt und weitere schulische Belange informierte Oskar Kaufmann. In der allgemeinen Umfrage sprachen ein Bürger und eine Bürgerin die geplante Sanierung Gstalden- und Freienbach an. Ihre Fragen wurden, wenn auch nicht umfassend, zur Zufriedenheit beantwortet. Auch die Frage eines Bürgers zur Verkehrsführung an der Kreuzung Appenzellerstrasse – Bahnhofstras- se wurde beantwortet. An einer Verbesserung der heutigen Situation werde gearbeitet.