RHEINECK: Areal Löwenhof soll aufgewertet werden

Einen Wiesenstreifen entlang des Freibachs möchte die Eigentümerin des «Löwenhofs» für die Weiterentwicklung des Areals nutzen. Der Stadtrat begrüsst das Vorhaben. Es wird ein Sondernutzungsplan erstellt.

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Die Eigentümerin der Liegenschaft Löwenhof ersucht um eine Einzonung eines Teilstücks der grossen Wiese vor dem Areal (Streifen entlang der Freibachstrasse). (Bild: pd)

Die Eigentümerin der Liegenschaft Löwenhof ersucht um eine Einzonung eines Teilstücks der grossen Wiese vor dem Areal (Streifen entlang der Freibachstrasse). (Bild: pd)

Die Eigentümerin der Liegenschaft Löwenhof beabsichtigt, die Liegenschaft vermehrt zu beleben und vermietbar zu machen. Sie möchte aus diesem Grund Sanierungs- und Renovations-, in kleinerem Umfang auch Umbauarbeiten umsetzen.

Das Vorhaben kommt der Liegenschaft und letztlich auch der Gemeinde, dem Kanton und dem Bund hinsichtlich Instandhaltung und Aufwertung eines Objektes von nationaler Bedeutung entgegen.

Ein Teil der geplanten Investitionen soll mit einer minimalen und das Objekt nicht konkurrenzierenden Neunutzung einer Teilfläche kompensiert werden. Deshalb hat die Eigentümerin um eine Einzonung eines Teilstücks der grossen Wiese vor dem «Löwenhof» ersucht (Streifen entlang der Freibachstrasse).

Die Einzonung, allenfalls in Kombination mit einem Sondernutzungsplan, wurde mit dem Amt für Raumentwicklung sowie mit der kantonalen Denkmalpflege besprochen. Eine mögliche bauliche Entwicklung erfolgt ausdrücklich in Absprache mit diesen kantonalen Ämtern.

Stadtrat unterstützt das Vorhaben

Der Stadtrat freut sich über das Vorhaben und erkennt einen grossen Mehrnutzen für die Liegenschaft Löwenhof und damit für die gesamte Gemeinde. Der Teilzonenplan wurde deshalb genehmigt und lag während 30 Tagen öffentlich auf. Gegen die Teilzonenplanänderung ging fristgerecht eine Einsprache ein. Auf die Einsprache wurde mangels Legitimation jedoch nicht eingetreten. Mit Blick auf die relative Nähe der zur Umzonung vorgesehenen Fläche zum Schutzobjekt Löwenhof werden im Falle einer Überbauung dieser Teilfläche besondere bauliche, massstäbliche und umgebungsgestalterische Vorgaben einzuhalten sein. Zu diesem Zweck wird nun ein Sondernutzungsplan, in enger Zusammenarbeit mit dem AREG und der Denkmalpflege erarbeitet. Nach Vorliegen des Sondernutzungsplans wird die Teilzonenplanänderung dem fakultativen Referendum unterstellt.

Wasserleitungsersatz «Sonnenfeld»

Im Bereich «Sonnenfeld», am Ende der Thalerstrasse, ist eine Wasserleitung gebrochen. Bei ihr handelt es sich um eine Hauptleitung, die über Thaler Gemeindegebiet, den Wasserleitungsring mit der Hauptzuleitung zur Firma Sefar schliesst. Die Leitung liegt heute ab dem Groppenbach im bergseitigen Trottoir oder am Strassenrand der Thalerstrasse und führt dann entlang der Firmenzufahrt über den Freibach zur Firma Sefar.

Der erste Schaden konnte mit Mühe geflickt werden, liegt die Wasserleitung doch zu einem erheblichen Teil unter einem Swisscom-Leitungsrohrblock. Bei der Wieder-Inbetriebnahme stellte sich dann jedoch heraus, dass ein weiterer Schaden vorhanden sein muss und zusätzlich die zwei zugehörigen Streckenschieber dieser Leitung ebenfalls beschädigt sind und ausgewechselt werden müssten.

Es wurde deshalb entschieden, neben der Strasse im Grünbereich der Sefar-Flächen eine neue Leitungsverbindung zu suchen. Dabei kann die neue Leitung, ohne dass die Thalerstrasse geöffnet werden muss, an einer vorhandenen Spülleitung, die in den Groppenbach führt, angeschlossen werden. Weil im allfällig später zur Ausführung gelangenden GAP-Sefar-Projekt zwei EW- und Gas-Trasses am jetzigen Freibach zur Thalerstrasse hin verschoben werden müssen, sind für diese zwei Medien die notwendigen Leerrohre jetzt mit zu verlegen. Dies ist berücksichtigt. Die Ersatzarbeiten wurden vom Stadtrat genehmigt und vergeben.

Autobahn in Rheineck vor 50 Jahren – Filmabend

Aktuell wird zwischen Rheineck und St. Margrethen die Autobahn saniert. Wie aber wurde dieser Verkehrsweg überhaupt gebaut? Und was hat sich seit der Inbetriebnahme geändert? Ein Film und Fotos geben Aufschluss.

Immer am 27. Oktober findet der Unesco-Welttag des audiovisuellen Kulturguts statt. Er soll weltweit auf die Bedeutung und Gefährdung von Bild- und Tondokumenten aufmerksam machen. 2017 steht er unter dem Motto «Discover, Remember and Share» («Entdecke, erinnere und teile»).

Das Staatsarchiv St. Gallen präsentiert zu diesem Anlass jeweils Dokumente aus seinem Fundus. Es ist dieses Jahr Gast in Rheineck mit einem historischen Dokumentarfilm über die Anfänge der Autobahn N1.

Der Film von Josef Grünenfelder beschreibt im Detail Planung, Bau und Unterhalt eines Autobahnteilstücks im Kanton St. Gallen. Kommentiert sind verkehrstechnische und wirtschaftspolitische Hintergründe und es finden sich erste Hinweise auf die Problematik des Umwelt- und des Lärmschutzes. Der Film schneidet damit zentrale Themen der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts an. Trotzdem muten die Bilder angesichts des heutigen Verkehrskollapses – nicht nur während der Sanierungsarbeiten – geradezu idyllisch an.

Der Stadtrat von Rheineck und das Staatsarchiv des Kantons St. Gallen laden zu dieser Veranstaltung am Freitag, 27. Oktober, im «Hecht»-Saal ein. Saalöffnung ist um 18.15 Uhr, der Anlass beginnt um 19 Uhr.

Programm: Begrüssung durch den Stadtrat und Stefan Gemperli, Staatsarchivar; Einführung durch Regula Zürcher, Stv. des Staatsarchivars; Filmvorführung (Dauer: ca. 90 Minuten); anschliessend Apéro. Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung ist nicht erforderlich. (sk)