Reifeprüfung bestanden

Der SC Rheintal gewinnt das spannende 2.-Liga-Derby in Herisau mit 3:2 (0:0, 2:1, 1:1). Damit schliessen die Rheintaler in der Tabelle zu den Ausserrhodern auf.

Sepp Schmitter
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Der SC Rheintal war in Herisau erfolgreich. (Bild: scr)

Der SC Rheintal war in Herisau erfolgreich. (Bild: scr)

EISHOCKEY. Der SC Rheintal musste ohne den gegen Bülach verletzten Manuel Liechti antreten, nahmen aber den Schwung aus dem Cupspiel mit. Herisau machte mächtig Druck, die Rheintaler hielten dagegen. So entwickelte sich ein hochstehendes und schnelles Spiel. Top-Chancen auf beiden Seiten waren bei den Torhütern gut aufgehoben oder landeten am Pfosten. Zwei kleine Strafen blieben ungenutzt, und so ging es mit 0:0 in die Pause. Eine Führung der Rheintaler wäre nicht unverdient gewesen.

Nach Wiederbeginn waren die Luchse zweimal nahe am Treffer – aber einmal rettete der Goalie und beim anderen Mal das verschobene Gehäuse. Entgegen dem Spielverlauf fiel das erste Tor für Herisau: Von der blauen Linie passte die Scheibe von Pace genau in die Torecke. Sechs Minuten später erzielte Schawalder den verdienten Ausgleich. Wenig später gingen die Gäste gar in Führung: Sabanovic drückte den Puck im Fallen über die Torlinie. Den Führungsausbau vergab der SCR mehrmals, aber auch Herisau hatte zwei Pfostenschüsse zu beklagen. Mit einem 2:1-Vorsprung für die Gäste ging es in die zweite Pause.

Die Appenzeller wollten das ändern, scheiterten aber immer wieder an der solide agierenden Abwehr der Rheintaler. Dadurch bekamen die Rheintaler Gelegenheit für Gegenstösse – und einen solchen schloss SCR-Topskorer Pfeiffer mit dem 3:1 ab. Doch nur vier Minuten später, wieder von der blauen Linie, kam Herisau zum Anschlusstor. Noch waren zehn Minuten zu spielen. Die Rheintaler bekamen nochmals ein Powerplay zugesprochen. Sie gingen aber keine Risiken ein, liessen eher die Zeit zerrinnen. Die letzten Sekunden bestritt Herisau ohne Torhüter. Doch die Rheintaler bewahrten die Nerven – es blieb beim 3:2-Sieg und damit alles in allem verdienten drei Punkten für die Gäste.

Eine geschlossene Mannschaftsleistung bildete die Basis für diesen wichtigen Sieg gegen einen ähnlich stark einzuschätzenden Gegner. Zu verschmerzen war es, dass die Rheintaler Top-Stürmer nicht wunschgemäss trafen – andere sprangen in die Bresche. Nach der sechsten Runde liegen SC Rheintal und SC Herisau punktgleich auf den Rängen drei und vier.