Reife Mannschaftsleistung

Der FC St. Margrethen holt auswärts beim viertplatzierten Uster drei wichtige Punkte im Abstiegskampf. Ein früher Elfmeter ebnete den Rheintalern den Weg.

Roberto De Nardin
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FUSSBALL. Auf dem Kunstrasen von Uster zeigte der FC St. Margrethen ein gutes Spiel. Mit einer konzentrierten Leistung von Anfang an und mit dem Vertrauen in die eigene Technik war man dem Gegner mindestens ebenbürtig.

Super Start der Gäste

Es waren wenige Minuten gespielt, da zeigte der Unparteiische bereits auf den Elfmeterpunkt. Er hatte eine regelwidrige Aktion von Iten im Strafraum gesehen, als dieser Stürmer Maliqi stoppen wollte. Diese Möglichkeit liess sich Kapitän Shoshi nicht nehmen. Eiskalt verwandelte er den Strafstoss zur Führung. Die Zürcher waren nervös gestartet, jeder Entscheid des Unparteiischen wurde kommentiert. Das kostete Kraft. Aber auch St. Margrethen wurde früh geschwächt. Trainer Duvnjak musste bereits in der achten Minute ein erstes Mal auswechseln. Kapitän Shoshi musste verletzt raus.

Doch die Mannschaft spielte weiter konzentriert ihr Spiel. Sie störte den Gegner beim Spielaufbau – und dieses Pressing bereitete den Zürchern Mühe. St. Margrethen spielte zu diesem Zeitpunkt sehr abgeklärt und liess dem Gegner keine Tormöglichkeit. Und selbst hatte es die Möglichkeit, die Führung auszubauen. In der 25. Minute köpfte Lukic nach einem Eckball das Leder knapp über die Latte. Wenige Minuten später fiel doch noch das 0:2 durch Stürmer Abazi. Nach einer Flanke von rechts aussen liess der Zürcher Schlussmann das Leder abprallen, Abazi reagierte blitzschnell und knallte das Ding in die Maschen. So gingen die Rheintaler mit einer Zwei-Tore-Führung in die Pause.

Uster mit Steigerung

Der FC Uster kam motiviert aus der Pause und war gewillt, rasch den Anschlusstreffer zu erzielen. Er versuchte es immer wieder mit weiten Bällen in den Strafraum, doch die Abwehr der Gäste um Anführer Duricic hielt hinten dicht – vorerst. Denn in Minute 56 kam Uster dank eines Patzers von Torwart Konjaric doch noch zum Anschlusstreffer. Konjaric verschätzte sich bei einer Flanke, was Usters Stürmer Ajredini eiskalt ausnutzte und das Leder direkt aus der Luft ins leere Tor beförderte.

Die Unterrheintaler hatten gelegentlich Kontermöglichkeiten, die sie aber ungenutzt liessen, was den Trainer und den Präsidenten beinahe zur Verzweiflung brachte.

Die Duvnjak-Truppe kam immer mehr unter Druck. Das Geschehen verlagerte sich in die Hälfte und in den Strafraum von St. Margrethen. Doch die Abwehr-Wand um Torhüter Konjaric wankte bis zum Schluss nicht mehr. Und fast mit dem Schlusspfiff konnte sich Konjaric mit einer tollen Parade nochmals auszeichnen und so seinen Patzer wieder gut machen.

St. Margrethen holte wichtige Punkte im Abstiegskampf und konnte sich mit diesem Dreier vorübergehend wieder über den Strich bugsieren. Widnau hat jedoch noch ein Spiel weniger auf dem Konto.