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REGION: Wettersäule beschädigt

Im 19. Jahrhundert wurden in den Kurorten Wettersäulen aufgestellt. So auch in Walzenhausen, wo das Kleindenkmal mutwillig beschädigt worden ist.
Peter Eggenberger
Die rund 120 Jahre alte, an die Hochblüte des Kurorts erinnernde Wettersäule wurde mutwillig beschädigt. (Bild: Peter Eggenberger)

Die rund 120 Jahre alte, an die Hochblüte des Kurorts erinnernde Wettersäule wurde mutwillig beschädigt. (Bild: Peter Eggenberger)

REGION. Vor 150 Jahren lagen sorgfältig als Säulen gestaltete Wetterstationen im Trend. Dank der Ausrüstung mit meteorologischen Instrumenten wie Barometer, Thermometer und Hygrometer konnte sich die Bevölkerung über die Wetteraussichten ins Bild setzen. Daran waren vor allem auch Kurgäste interessiert, deren Ferienprogramm nicht zuletzt anhand der Wettersäule-Daten gestaltet wurde.

In Walzenhausen wurde die Säule vermutlich ums Jahr 1900 am südlichen Rand des Kirchplatzes platziert. Damals blühte in der Gemeinde der Kur- und Ferientourismus, und vor allem Gäste des nur wenige Schritte entfernten Grandhotels «Rheinburg» schätzten die Wetterstation als wertvolle Dienstleistung.

Als Wettersäulen-Spezialist gilt der in St. Gallen aufgewachsene und in Horgen am Zürichsee wohnhafte Sekundarlehrer Paul Bächtiger.

Es gibt nur noch 140 Wetterstationen dieser Art

«Wettersäulen sind interessante und erhaltenswerte Kleindenkmäler, die die Bevölkerung für die meteorologische Entwicklung sensibilisierten. Leider sind viele Stationen verschwunden; in der Schweiz zeugen heute nur noch etwa 140 Stationen von der einstigen Vielfalt.»

Im Jahr 2000 wurde die Walzenhauser Wettersäule umfassend restauriert. Jetzt präsentiert sich das Kleinod im unteren Bereich mit eingeschlagenem Glas. «Wir wissen um den von unbekannter Seite mutwillig angerichteten Schaden, den wir so schnell wie möglich beheben wollen», sagt Gemeinderätin Rita Kellenberger als Präsidentin der Hoch- und Tiefbaukommission.

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