REGION: Die Wohn- und Lebensqualität erhalten

Der Schutzverband Aktion gegen Fluglärm (AgF) kämpft seit 1981 gegen die Immissionen des Flugbetriebs auf dem privaten Flugfeld Altenrhein. Kürzlich fand die Hauptversammlung des Vereins statt.

Drucken
Teilen
Präsident Heinz Grob (links) bedankt sich bei Meinrad Gschwend. Sitzend Walter Grabherr vom Amt der Vorarlberger Landesregierung, Abteilung Verkehrsrecht. (Bild: pd)

Präsident Heinz Grob (links) bedankt sich bei Meinrad Gschwend. Sitzend Walter Grabherr vom Amt der Vorarlberger Landesregierung, Abteilung Verkehrsrecht. (Bild: pd)

Präsident Heinz Grob, der dem Verein seit fünfzehn Jahren vorsteht, musste an der Hauptversammlung in Rorschach mehrere Entschuldigungen bekannt geben – freute sich aber, unter den Anwesenden mit Enrik Hippmann und Ronny Bleichenbacher zwei Rorschacherbergler Gemeinderäte begrüssen zu dürfen. Walter Grabherr vom Amt der Vorarlberger Landesregierung (aus der Abteilung Verkehrsrecht) wurde speziell willkommen geheissen.

Ausbaupläne und Grounding

In seinem ausführlichen Jahresbericht erwähnte Präsident Heinz Grob unter anderem die Ausbaupläne auf dem privaten Flugfeld Altenrhein, das Grounding der unsinnigen Acht-Minuten-Flüge nach Friedrichshafen, die Um­gehung der Konzessionierungspflicht des Bazl und den auch von der Schweiz (zusammen mit 197 weiteren Ländern) in Paris unterzeichneten UN-Klimavertrag. Weitere Informationen können auf der vereinseigenen Website www.agf-altenrhein.ch eingesehen werden.

Revisorin Ruth Stucky lobte die gute Arbeit der Kassierin. Das Vermögen vergrösserte sich um gut 5000 Franken und weist momentan «ein beruhigendes Polster» auf.

Der Vorstand wurde wiedergewählt

Der ehrenamtlich arbeitende Vorstand traf sich im vergangenen Vereinsjahr zu sechs längeren Sitzungen.

Sämtliche Mitglieder wurden in globo wiedergewählt. Heinz Grob als umsichtiger Präsident, Cécile Metzler als Vizepräsidentin und versierte Medienverantwortliche, Ilse Brüschweiler als exakte Kassierin, Lis Blöchlinger als zuverlässige Aktuarin, Fredi Alder, Rolf Camenisch und Christa Weiler als Beisitzer sowie Ruth Stucky und Christian Spirig als Revisoren.

Ein sympathisches Grusswort überbrachte Meinrad Gschwend aus Altstätten. Er ist Mitglied der Grünen und setzt sich im St. Galler Kantonsrat seit langem aktiv für unsere Wohn- und Lebensqualität ein. Im vergangenen September löste er mit seinem Vorstoss zum 500-Sekunden-Flug von Altenrhein nach Friedrichshafen ein lebhaftes Medienecho aus. Private Gratulationen zu seiner Interpellation erreichten ihn gar aus Norddeutschland.

In der allgemeinen Umfrage empörten sich Altenrheiner Anwohner über die viel zu zahlreichen Ausnahmebewilligungen – allein im April dieses Jahres waren es deren 28 –, die zu frühen Starts (6.06 Uhr statt frühestens um 6.30 Uhr), die zu späten Landungen (21.30 Uhr statt spätestens um 21 Uhr) sowie die nervtötenden Standläufe, und dies immer noch ohne Schallschutzwände.

Jede Landung kostet den Steuerzahler Geld

Erstaunen löste auch die Tatsache aus, dass die regionalen Flugplätze vom Staat jährlich mit über zwanzig Millionen Franken subventioniert werden müssen. Das heisst: Jede Landung kostet den Steuerzahler im Durchschnitt 193 Franken.

Abschliessend wurde die Resolution «Keine Aufweichung des Betriebszeiten-Korsetts» zuhanden der staatlichen Behörden ohne Gegenstimme verabschiedet. Mit feinen Häppchen sowie verschiedenen Getränken ging die 35. Hauptversammlung der AgF nach rund zwei Stunden zu Ende. (pd)

Aktuelle Nachrichten