Regierung ist bereit für Brückensperrung

Ob im Sommer der «definitive Verkehrsinfarkt» komme, haben CVP-Kantonsräte die Regierung gefragt. Die Antwort ist zwar kein deutliches Nein, doch sie ist so formuliert, dass sich folgern lässt: Einen «Infarkt» befürchtet die Regierung nicht.

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AU. Unter Federführung des Landes Vorarlberg wird im Sommer der Belag der Rheinbrücke Au-Lustenau erneuert. Das hat zur Folge, dass die Brücke sechs Wochen lang vollständig gesperrt bleibt. Die drei CVP-Kantonsräte Michael Schöbi (Altstätten), Patrick Dürr (Widnau) und Werner Ritter (Altstätten) haben mit einer Interpellation zahlreiche Fragen an die Regierung gerichtet. Unter anderem wollten sie erfahren, welche Alternativen geprüft worden seien und weshalb von ihnen keine in Frage komme.

Aufschub unmöglich

Kein Thema ist ein Verzicht auf die Sanierung. Der schlechte Zustand der Fahrbahn lasse keinen weiteren Aufschub zu, schreibt die Regierung in ihrer Antwort. Eine halbseitige Sperre mit wechselseitiger Verkehrsfreigabe hält sie wegen der fehlenden Stauräume für «nicht realisierbar». Von einer halbseitigen Sperre mit signalisierter Alternativroute werde abgesehen, weil eine Umleitung während 16 Wochen nötig wäre und die Brücke trotzdem noch während vier Wochen gesperrt werden müsste.

Die Erneuerung der Brücke werde von einem «umfassenden Verkehrs- und Signalisationskonzepts begleitet», schreibt die Regierung. Verkehrsverlagerungen würden möglichst verträglich gesteuert. Für den PKW-Verkehr erfolgen während der Sanierung die grössten Verlagerungen über das Zollamt St. Margrethen (4500 Fahrzeuge pro Tag), ein kleinerer Verkehrszuwachs sei auf den Routen zu den Grenzübergängen Rheineck (1800 Fahrzeuge pro Tag) und Diepoldsau (1900) zu erwarten.

1250 LKWs werden umverteilt

Der LKW-Verkehr wird durch die Zollämter auf vorgegebene Routen aufgeteilt. Die Ein- und Ausfuhren, heisst es, würden gemäss den Kapazitäten an den Zollämtern gesteuert. Die täglich rund 1250 LKW-Grenzquerungen am Übergang Lustenau-Au sollen während der Sanierung wie folgt verteilt werden: Höchst/St. Margrethen: 240 LKW/Tag; Lustenau-Schmitter/Diepoldsau: 40; Hohenems-Diepoldsau: 310; Mäder-Kriessern: 490 (nur Einfuhr in die Schweiz); Meiningen-Oberriet: 170 LKW/Tag. (gb)

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