Rebstein zu neunt zum Sieg

Diepoldsau-Schmitter und Rebstein beenden die Vorrunde in total unterschiedlichen Gefühlslagen – weil Rebstein trotz doppelter Unterzahl in Diepoldsau gewinnt. Das 3:2 musste aber erzittert werden.

Remo Zollinger
Drucken
Teilen
Martin Hofer erzielte zwei Tore für Diepoldsau, hier kommt er gegen Rebsteins Keeper Kristian Kühn aber zu spät. (Bild: rez)

Martin Hofer erzielte zwei Tore für Diepoldsau, hier kommt er gegen Rebsteins Keeper Kristian Kühn aber zu spät. (Bild: rez)

FUSSBALL. Zum Abschluss der Vorrunde gibt es sowohl für Diepoldsau wie auch für Rebstein noch einmal ein denkwürdiges Spiel, wenngleich eine Stunde lang nichts darauf hingedeutet hat: Rebstein führte mit 2:0, hatte das Spiel unter Kontrolle, während Diepoldsau nach vorne wenig zustande brachte. Darauf folgten Anschlusstor, zweite rote Karte, vermeintliche Siegsicherung, nochmals ein Anschlusstor und fünf hochdramatische Minuten Nachspielzeit. Am Sieger änderte sich nichts mehr, Rebstein musste für den dritten Vollerfolg in Serie aber nochmals kräftig zittern.

In doppelter Unterzahl

Der Grund dafür ist primär in der doppelten Unterzahl zu suchen, in der Rebstein die Schlussphase der Partie bestreiten musste. Zuerst traf es kurz vor der Pause Baiao, der – bereits verwarnt – bei einem Freistoss den Abstand nicht eingehalten hatte. 15 Minuten vor Spielende flog dann auch Sven Eugster, der zuerst angegangen wurde, ehe er sich mit einem rüden Revanchefoul rächte. Aus der Überzahl machte Diepoldsau zuerst wenig, in der 64. Minute gelang Hofer aber mit einem sehenswerten Tor der Anschlusstreffer zum 1:2, ehe die Partie Spannung aufnahm und davon lebte.

Mit elf gegen neun Spieler griff Diepoldsau vehement an, baute Druck auf und brachte die Rebsteiner Hintermannschaft arg ins Schwitzen. Ein Tor gelang dabei nicht – im Gegenteil: Rebstein nutzte einen Gegenstoss zum 1:3, wobei Carcione nach einer Flanke von Nater erfolgreich war.

Es war in der Endabrechnung die Entscheidung, nicht aber das Ende der Spannung: In der 90. Minute traf erneut Hofer, diesmal per Kopf, zum 2:3, womit er die Nachspielzeit eröffnete. Diepoldsau drückte weiter, Carcione vergab für Rebstein noch eine Chance und erst als Schiedsrichter Patrick Vetter nach exakt fünf Minuten über die Zeit abpfiff, war die Partie wirklich entschieden.

Dabei sah es lange nicht danach aus, als ob sich hier ein spannendes Spiel entwickeln würde. In der neunten Minute fiel das erste Tor: Köppel war nach einer Kühnis-Freistossflanke zur Stelle und traf zum 1:0. Die nächste grosse Chance hatte Aebersold, der seinen Abschluss aus kurzer Distanz vom glänzend reagierenden Eggenberger abgewehrt sah. Daraufhin musste Rebsteins Goalie Kühn erstmals eingreifen: Hofer kam aus guter Position zum Abschluss, scheiterte aber am Deutschen. Quasi im Gegenzug erhöhte Kühnis nach einem Aebersold-Eckball zum 2:0, was gleichzeitig den Pausenstand bedeutete.

Rebstein zehn Punkte besser

In der Folge entwickelte sich die beschriebene Partie, die auf die Tabelle folgende Auswirkungen hat: Rebstein ist in der vorderen Tabellenhälfte, hat nach drei Siegen in Folge mit elf erzielten Toren 16 Punkte auf seinem Konto, während Diepoldsau die Hinrunde auf dem letzten Platz beendet und nur sechs Zähler besitzt.

Das Spiel unterstrich die Tabellenlage: Es ist kein positives Symptom, wenn es einer Mannschaft trotz doppelter Überzahl nicht gelingt, auch nur einen Punkt zu holen. Rebstein hat demgegenüber einmal mehr seine Tugenden Kampf und Leidenschaft in die Waagschale geworfen und dadurch ein Spiel gewonnen. Die Giger-Elf geht mit beruhigendem Vorsprung auf den Strich in die Winterpause.

Aktuelle Nachrichten