REBSTEIN: Strukturen überdenken

An der HV des KLV Oberrheintal schlug der Vorstand den Kolleginnen und Kollegen eine Neustrukturierung der Sektionsführung vor. Abgestimmt wird 2018.

Max Pflüger
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Aufmerksam verfolgen die Oberrheintaler Lehrkräfte die Ausführungen. (Bild: Max Pflüger)

Aufmerksam verfolgen die Oberrheintaler Lehrkräfte die Ausführungen. (Bild: Max Pflüger)

Max Pflüger

Am Montagabend versammelten sich 127 Lehrkräfte in der Aula des Oberstufenschulhauses Sonnental Rebstein-Marbach zur Hauptversammlung des Kantonalen Lehrerinnen- und Lehrerverbands Sektion Oberrheintal. Nur kurz wurde an der Versammlung die vom Vorstand geplante neue Führungsstruktur erwähnt, denn darüber abgestimmt wird erst im kommenden Jahr. Das Hauptinteresse galt den kanto­nalen KLV-Themen, präsentiert vom kantonalen Co-Präsidenten Daniel Thommen.

«Musik liegt in der Luft.» Nicht nur der Saalschmuck sowie die allen Teilnehmern offerierten süssen Mozartkugeln und die ­vielen «musikalischen» Zitate verdeutlichten das Motto des Abends. Musik lag zu Beginn der Versammlung ganz real in der Luft. Poppig und rockig dargeboten von zwei jungen Oberstufenschülern: Mattia Lenzin am Piano und Nicola Ruckdeschel, Gesang.

Zentrale Problematik: die Pensionskasse

Dass der Kantonsrat ein älteres Versprechen der kantonalen ­Instanzen nicht halten will und keine 200 Millionen in die Beamten- und Lehrerversicherungskasse einschiessen will, beschäftigte den Vorstand des Lehrerinnen- und Lehrerverbands im vergangenen Jahr am meisten. Daniel Thommen rief die Oberrheintaler Kolleginnen und Kollegen auf, sich im für nächstes Jahr erwarteten Abstimmungskampf zum Pensionskassen-­Zuschuss aktiv zu engagieren. Allgemein monierte der KLV- Co-Präsident die seit Langem ­unveränderte mässige Lohnsituation. Eine Lohnerhöhung sei längst fällig. Aber nicht nur die Lehrerschaft habe von den stagnierenden Löhnen genug, auch andere kantonale Personalverbände, beispielsweise auch derjenige der Polizei. Untragbar sei unter anderem die Tatsache, dass den Kindergärtnerinnen die Betreuung der Kinder in den Pausen nicht als Arbeitszeit angerechnet werde.

Sektionsstrukturen diskutieren

Im Kantonsrat mitten drin sein, das sei ein Gebot der Zeit, denn da spiele die Musik. Darum forderte Thommen die Kolleginnen und Kollegen auf, sich bei den Parteien dafür zu engagieren, sich als Mitglied des Kantonsrates nominieren zu lassen. Gegenwärtig bestimmen die Statuten, dass der Vorstand alle zwei Jahre neu von einer anderen Oberstufenschulgemeinde gestellt wird. Das soll sich ändern. Zwei Jahre sind zu kurz, um erfolgreich arbeiten zu können. Und eine breitere Abstützung des aktuellen Vorstandes mit Vertretern aus verschiedenen Schulgemeinden sei ebenfalls erstrebenswert. Der Vorstand stellte seine Vorstellungen nur kurz vor und bat allfällige Interessenten für eine Vorstandfunktion, sich zu in den kommenden Wochen zu melden.

Diskutiert und zur Abstimmung gebracht wird der Vorschlag anlässlich der nächsten Hauptversammlung im November 2018.