REBSTEIN, MARBACH: Verdiente Lehrer verabschiedet

Adieu, tschüss und auf Wiedersehen hiess es an der Oberstufe Rebstein-Marbach im Schulhaus Sonnental nicht nur für 75 Schülerinnen und Schüler, sondern auch für vier Lehrpersonen.

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Marlies Lins und Benjamin Ender wurden gebührend verabschiedet. (Bilder: sr)

Marlies Lins und Benjamin Ender wurden gebührend verabschiedet. (Bilder: sr)

Marlies Lins und Benjamin Ender traten in die Pension über, und für Annette Brogle und Elias Hohl beginnt ein neuer Abschnitt in ihrem Berufsleben.

Fast 50 Jahre praktisches Wissen vermittelt

Vor 21 respektive 25 Jahren begannen die Handarbeitslehrerin Marlies Lins und der Werkleh- rer Benjamin Ender ihre Tätigkeit an der Oberstufe Rebstein-Marbach (Osrema). An ihrem letzten Arbeitstag wurden die beiden von einem Zweiradkonvoi der Lehrpersonen zum Schulhaus begleitet und dann vom Spalier der gesamten Schülerschaft überrascht und zur Aula geführt, wo sie zusammen mit den austre- tenden Schülerinnen und Schülern sowie Annette Brogle und Elias Hohl offiziell verabschiedet wurden. Mit der ihr eigenen warmherzigen und verständnisvollen Art gestaltete Marlies Lins ihren Unterricht, in dem hochwertige und kreative Arbeiten entstanden.

Werte entgegen dem Trend gepflegt

Nebst der Freude am textilen Gestalten vermittelte sie ihren Schülerinnen auch, dass Selbstgemachtes in unserer von schnellem Konsum und Wegwerfmen- talität geprägten Gesellschaft einen hohen Stellenwert hat. Die wunderschönen Tontafeln mit Willkommensgrüssen in vielen Sprachen, die den Eingangsbereich des Schulhauses zie- ren, werden an Marlies Lins er- innern.

Kreativität, Planung und Präzision

In der Holz- und der Metallwerkstatt zeigte Benjamin Ender seinen Schülern immer wieder, dass auf dem Weg zum fertigen Produkt Kreativität, genaue Planung und präzise Umsetzung erfordert sind. Seine Erfahrungen aus dem früheren ausserschulischen Berufsleben brachte Ender gewinnbringend in den Werkunterricht ein, und so wurden auch einige grössere Projekte wie der markante Briefkasten vor dem Schulhaus oder der Brunnen auf dem Pausenplatz mit den Schülerinnen und Schülern geplant und realisiert.

Brogle auch als Schulleiterin prägend

Vor 19 Jahren begann Annet- te Brogle als Klassenlehrerin sprachlicher Richtung und übernahm bereits zwei Jahre später die Funktion der Schulleiterin. Damals wurden an den Schulen im Kanton den Schulleitungen mehr Verantwortung und Kompetenzen übertragen, somit war Annette Brogle massgeblich an der Einrichtung und Organisation der geleiteten Schule beteiligt. Nach zehn Jahren als Schulleiterin tauschte sie das Büro wieder mit einem Schulzimmer, um wieder als Klassenlehrerin tätig zu sein.

Als vor zwei Jahren die bei- den 1.-Real-Klassen auf drei Klassen aufgeteilt wurden, übernahm Elias Hohl die auf zwei Jahre befristete Klassenlehrerstelle mathematisch-naturwissenschaftlicher Richtung, die ihm nach dem Abschluss seines Studiums einen idealen Berufseinstieg ermöglichte. (sr)