REBSTEIN: Ja zu Burggut und Kiesfang

Zwei grössere Geschäfte standen an der Bürgerversammlung an: Die Primarschule will ihr Schulhaus neben der katholischen Kirche umbauen, die Politische Gemeinde den Hochwasserschutz fürs Dorf verbessern.

Max Tinner
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131 Bürgerinnen und Bürger kamen an die Bürgerversammlung. Sie stimmten allen Anträgen diskussionslos zu. (Bild: Max Tinner)

131 Bürgerinnen und Bürger kamen an die Bürgerversammlung. Sie stimmten allen Anträgen diskussionslos zu. (Bild: Max Tinner)

Max Tinner

Einwände gab es keine, weder an der Bürgerversammlung der Primarschulgemeinde noch an jener der Politischen Gemeinde. Nicht einmal Fragen. Allerdings hatten die Präsidenten der beiden Körperschaften auch schon an einem Informationsabend im Februar über die gestern anstehenden ausserordentlichen Geschäfte informiert (wir berichteten in unserer Ausgabe vom 15. Februar).

Bei der Primarschulgemeinde geht es um die Renovation und den Umbau des Schulhauses Burggut zwischen der katholischen Kirche und dem Altersheim Geserhus. Die Schule benötige für einen modernen Schulbetrieb zusätzliche und gäbiger eingeteilte Räume, erklärte Schulratspräsident Roland Schönauer. Dazu wird die ehemalige Hauswartwohnung im zweiten Obergeschoss umgebaut. Umgebaut und renoviert wird aber auch auf den andern Etagen, dort allerdings erst in den folgenden Jahren. Alles in allem wird die Modernisierung des Schulhauses voraussichtlich 1,45 Mio. Franken kosten.

Die Politische Gemeinde möchte den Hochwasserschutz fürs Dorf verbessern, indem das alte Kies- und Holzrückhaltebecken Hinterloch (neben dem Haus Waldegg direkt an der Bergstrasse) ausgebaggert und ausgebessert wird. Zusätzlich wird im Gebiet Winkel – dort wo der Dorfbach in das Rohr fliesst, in dem das Wasser unterm Dorf hindurch geleitet wird – ein neuer Kiesfang gebaut. Dimensioniert sei das Rückhaltevolumen auf ein statistisch einmal in hundert Jahren auftretendes Hochwasser, erklärte Gemeindepräsident Andreas Eggenberger. Dass der Bach beim Einlauf im Winkel über die Ufer trete, sei damit zwar nicht ganz ausgeschlossen; die Gefahr sei aber wirksam gemindert. Mit den flankierenden Arbeiten wird das Hochwasserschutzprojekt 590000 Franken kosten, wobei der Gemeinderat davon ausgeht, dass Bund und Kanton zwei Drittel der Kosten übernehmen werden.

Die 131 an der Bürgerversammlung teilnehmenden Reb- steinerinnen und Rebsteiner hiessen die Kredite für beide Projekte ohne Gegenstimmen gut. Auch Rechnungen und Budgets beider Korporationen wurden ohne Wortmeldung genehmigt.

Ausserordentliche Einnahmen entlasten Kasse

Dank Reserven und ausserordentlichen Einnahmen kann Rebstein den Steuerfuss von 119% beibehalten. 2016 spülte im Besonderen der Verkauf von Industrie- und Gewerbeboden Geld in die Gemeindekasse. 2017 wird es der Anteil sein, welcher Rebstein aus dem Verkauf des früheren Pflegeheims an die Stadt Altstätten zusteht.