Rebstein in Chur ohne Punkt

Bei Leader Chur verkaufte Rebstein seine Haut teuer, trotzdem verloren die Birkenauer 0:2 (0:0).

Remo Zollinger
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FUSSBALL. Eine Halbzeit lang war Rebstein dem Tabellenführer ebenbürtig. Die erste Hälfte bot wenig Unterhaltung, was primär daran lag, dass Rebstein bravourös kämpfte. Nach dem Seitenwechsel legten die Gastgeber dann eine Schippe drauf, was mit dem 1:0 belohnt wurde. Am Ende hiess es 2:0, das Resultat geht so in Ordnung.

In der Startviertelstunde neutralisierten sich die Mannschaften gegenseitig, Chancen gab es keine. Die erste gute Möglichkeit hatte Rebstein: Baumgartner setzte sich gegen zwei Verteidiger durch, suchte aus guter Abschlussposition aber den mitgelaufenen Cokicli, statt selbst zu schiessen. Im Gegenzug hatte Chur seine erste Chance, Pola verzog aber. Dem Tor am nächsten kam dann Meier, der aus 25 Metern einfach mal drauf hielt und die Latte traf. Rebstein fing sich danach wieder und brachte das 0:0 in die Pause. In einem mässigen Spiel gelang es den Rheintalern, den Churer Angriffen standzuhalten und kaum Gefahr aufkommen zu lassen.

Chur dreht auf und trifft

Nach der Pause dann ein anderes Bild: Chur nahm das Heft in die Hand und suchte das Tor mit mehr Entschlossenheit. Dabei scheiterte zuerst Pola an Kühn, der den Winkel durch Herauslaufen schön verkürzte. Wenig später (54.) fiel das Tor dann aber: Chef verwertete eine Joos-Flanke mit einem sehenswerten Links-Volley zum 1:0. Ein Tor, das sich durch die Erhöhung der Schlagzahl in der zweiten Halbzeit angekündigt hatte. Rebstein suchte eine Reaktion, nur kurz nach dem Tor schoss Cokicli mit einem giftigen, flachen Weitschuss knapp daneben.

Daraufhin flachte das Spiel wieder ab, wobei es Chur jederzeit im Griff hatte. Rebstein fehlte in der Offensive die Phantasie des gesperrten Baiao, der vermisst wurde. So kam von den Gästen viel zu wenig, um den Leader wirklich in Bedrängnis zu bringen. Aufsehen erregte einzig noch Kühn mit einem Dribbling bis zur Mittellinie, was selbst vom zahlreichen Heimpublikum mit Applaus bedacht wurde.

Rebsteiner Geschenk

Als Rebstein öffnete, hatte Chur Konterchancen, das 2:0 fiel aber nach einem grosszügigen Geschenk der Rebsteiner Abwehr: Nach einem Fehlpass von rechts tanzte Chef zwei Rebsteiner aus und bediente den mitgelaufenen Ibrahimi, der die Entscheidung herbeiführte.

Angesichts des Sieges gegen Altstätten am letzten Sonntag ist die Niederlage für Rebstein aber keine Katastrophe: 15 Punkte sind eine gute Winterpausen-Bilanz.