REBSTEIN: Gefühlsbetontes musikalisches Erleben

Das Ensemble Shiraz unter der Leitung von Khosro Soltani begeisterte mit persischer Musik in der Pfarrkirche St. Sebastian.

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Die persische Musik des Ensembles Shiraz und der Sängerin Sepideh Raissadat verbreitete eine eindrückliche Wirkung. (Bild: pd)

Die persische Musik des Ensembles Shiraz und der Sängerin Sepideh Raissadat verbreitete eine eindrückliche Wirkung. (Bild: pd)

Erstmals musizierten Koshro Soltani und sein Ensemble Shiraz in der näheren Umgebung. Einen stimmungsvollen Rahmen für dieses aussergewöhnliche Konzerterlebnis bot die Pfarrkirche St. Sebastian in Rebstein.

Die exzellenten Ensemblemusiker und die ausdrucksstarke Sängerin Sepideh Raissadat verwiesen mit eigenen Kompo­sitionen auf ihre persischen ­Wurzeln und führten die vielen Zuhörenden in faszinierende ­musikalische Welten. Alle Darbietungen waren getragen von einer gut durchdachten musikalischen Dramaturgie.

Im Wechsel von vokalen Abschnitten und instrumental bewegten Teilen bildeten sich Klanginseln heraus, in denen die berührenden Gesänge von Sepideh Raissadat einen intuitiv wirkenden Charakter annahmen.

Persische Musik schafft entspannte Atmosphäre

Als sensible Partner erwiesen sich die Ensemblemusiker Majid Derakhshani (Tar), Khosro Soltani (Ney), Kian Soltani (Kemantsche), Arjang Seyfizadeh (Setar) und Mohammad Ghavihelm (Tombak). Zuerst führten die Musiker die Zuhörenden mit ruhigen Liegetönen in die entspannte Atmosphäre der persischen Musik ein.

Die charakteristischen Eigenschaften der ornamentalen Musik, verbunden mit den hellen und dunklen Klangfarben der Lauteninstrumente, dem warmen Flötenton und der grundierenden Linie der Schossgeige entfalteten sich im hallenden Kirchenraum hervorragend. Überdies bereicherte der Perkussionist mit seiner herausragenden Fingertechnik den musikalischen Fluss.

Standing Ovations für das Ensemble

Klug hatte Khosro Soltani das Konzertprogramm angelegt. Zuerst präsentierte das Ensemble auf traditionellen Melodien und Texten beruhende Musik. Danach griff Kian Soltani zum Cello und spielte den von ihm komponierten «Persischen Feuertanz», in dem traditionelle Idiome mit modernen Ausdrucksmitteln verbunden wurden. Abschliessend erklang ein eher folkloristisches Werk. Khosro Soltani spielte dazu das schalmeienähnliche Balaban und Mohammad Ghavihelm sorgte mit der Rahmentrommel für einen enormen «Drive».

Die Art, wie die Sängerin und die Musiker miteinander musikalisch kommunizierten, hinterliess eine freudvolle Stimmung. Ihre Begeisterung brachten die Zuhörenden mit Standing Ovations zum Ausdruck. (sth)