REBSTEIN: Fussballparty mit jähem Ende

Wie jedes Jahr sollte das grosse Fest am Rebsteiner Pokalturnier eine bis in die späten Nachtstunden dauernde Partyfeier sein. Das war es zunächst auch, bis ein Gewittersturm dem bunten Treiben ein Ende machte.

Gerhard Huber
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Die Anhängergemeinde der Partyband stimmte lauthals in den Refrain der Lieder ein. (Bilder: Ulrike Huber)

Die Anhängergemeinde der Partyband stimmte lauthals in den Refrain der Lieder ein. (Bilder: Ulrike Huber)

Gerhard Huber

Es war wieder ein grossartiges Fest. Nach Abschluss des Pokalturniers, nach Übergabe der Siegestrophäen und nachdem der erste Gerstensaft in die durstigen Fussballerkehlen geronnen war, verlagerte sich das Geschehen im Stadion Birkenau nach und nach in das grosse Festzelt. Wo die ­Fäaschtbänkler auf ihren Auftritte warteten. Und nach den ersten Klängen dieser Stimmungsmacher füllte sich das Zelt auch rasch.

Gelungene Mischung aus allen Musikstilrichtungen

Die überwiegend weibliche Anhängergemeinde der Partyband stimmte gleich lauthals in den Refrain der ersten Lieder ein. Mit ihrer gelungenen Mischung aus Pop, Polka und sonstigen Songs in allen Stilrichtungen heizten die Musiker die Stimmung an, die spätestens bei ihrem «walk around» mit den Instrumenten mitten unter den Zuhörern, ein ländliches Potpourri spielend, den ersten Höhepunkt erreichte.

Und mit der Aufforderung zum Mitsingen zum Evergreen «Tränen lügen nicht» hatte die derzeit wohl beste Rheintaler Stimmungsband ihr Publikum endgültig im Griff. Auch die inzwischen ebenfalls im Festzelt eingetroffenen müden Helden des runden Leders vergassen ihre kleinen Wehwehchen aus den Fussballschlachten der vergangenen Tage und feierten und sangen kräftig mit.

Denn es war – wie immer bei den fünf Musikern von den Fäaschtbänklern – ein Konzert zum Mitsingen. Vor allem die Eigenkompositionen «Glücklich muss man einfach sein» oder «Lasst uns auf die Fäaschtbänk springen» brachten die Fans zum Tanzen und Mitmachen.

Gemütlicher ging es im kleinen «FC Rebstein-Zelt» zu, wo der schon aus dem Vorjahr bekannte Alleinunterhalter Alpen-Express Didie die etwas älteren Jahrgänge mit seinen Stimmungsliedern bestens unterhielt.

Mächtige Gewitterzelle über der Rebsteiner Birkenau

Leider fand dieses grosse Fest der Rheintaler Fussballgemeinde kurz vor Mitternacht ein jähes Ende. Eine mächtige Gewitterzelle hatte sich ausgerechnet die Rebsteiner Birkenau ausgesucht, um sich mit dichtestem Regen und einem gewaltigen Sturm zu entladen. Die Veranstalter entschieden sich richtig und brachen sofort die Veranstaltung ab. Alle Gäste wurden in Sicherheit gebracht und unter Mithilfe der vielen anwesenden Fussballkollegen so schnell wie möglich alles, was nicht niet- und nagelfest war, in windsichere Räume transportiert. Dank der Disziplin der Gäste und der Sicherheitsleute verlief die Evakuierung ruhig und es kam niemand zu Schaden. OK-Mitglied Marco Lüchinger erzählt: «Der Sturm wehte so stark, wir mussten Plachen teilweise zu viert tragen.» Eine Stunde nach Beginn des Wetterereignisses war das Festgelände geräumt. Es war der erste wetterbedingte ­Abbruch des Abschlussfestes in der 54-jährigen Geschichte des Pokalturniers.