REBSTEIN: Donnerwetter aus heitere Himmel

Nur ein Pokalturnier-Sieg des FC Rebstein hätte wohl noch mehr überrascht: Als die Fäaschtbänkler am Samstag gerade zum Höhepunkt der Nacht bliesen, blies der Wind noch heftiger. Die Party wurde abgeblasen.

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Am Samstagabend deutete zunächst alles auf ein gewohnt feuchtfröhliches Fest hin. (Bild: Ulrike Huber)

Am Samstagabend deutete zunächst alles auf ein gewohnt feuchtfröhliches Fest hin. (Bild: Ulrike Huber)

Das Pokalturnier hat in seiner über 50-jährigen Geschichte ja schon allerhand stürmische Zeiten erlebt. Aber dass Sonnenschirme durch die Luft flogen und auf dem Dach landeten, Absperrgitter reihenweise umkippten und die Lautsprecher im grossen Festzelt über den Hunderten von Feiernden hin und her schwangen, ist auch auf der Birkenau noch nie vorgekommen. Ebenso wenig wie ein vorzeitiger Abbruch der grossen Sause nach dem sportlichen Teil. Diesen Samstag zur Geisterstunde blieb den Organisatoren vom FC Rebstein aber nichts anderes übrig, als die Besucherinnen und Besucher so schnell wie möglich dazu zu bringen, das Festareal zu verlassen.

Als es draussen zu stürmen begann, stürmten auch die Leute – zunächst alle ins Zelt, um sich vor dem peitschenden Regen zu schützen. Nicht nur für sie, auch für das Pokalturnier-OK brach das Gewitter in dieser Heftigkeit völlig unerwartet über sie herein. Auf FCR-Präsident Hasa Steiners vor einigen Jahren erarbeitetem Notfallplan wechselte die Stufe innert Minuten von grün auf rot.
An einem solchen Zeitpunkt das Gelände evakuieren zu müssen, schmerzt natürlich immer. Aber noch mehr, wenn gerade der Höhepunkt des Unterhaltungsprogramms auf der Bühne steht, die Fäaschtbänkler. Lange hatten die Veranstalter vom Verein Pokalturnierfreunde auf diesen Moment hingefiebert. Umso beachtlicher, dass sie dennoch nicht zögerten, das Fest so früh abzubrechen. Abgesehen vom Ausfall für den Verein bedeutender Einnahmen. Doch die Sicherheit ging vor, sagte OK-Chef Roman Federer. Dank dem koordinierten Vorgehen und den fast ausnahmslos verständnisvollen Gästen verlief die Evakuierung ohne nennenswerte Zwischenfälle oder Verletzte.

Auf dem Fussballplatz vor dem grossen Fest am Samstag standen die Zeichen weniger auf Sturm. Das Niveau der Rangierungsspiele hielt sich in Grenzen und mit Fussach und Rorschach-Goldach spielten zwei auswärtige Teams um den Titel, was die Zuschauer nicht gerade zu Begeisterungsstürmen hinzureissen vermochte. (cd)