REBSTEIN: Dem Brauchtum verbunden

Am alljährlichen Unterhaltungsabend der Rheintaler Trachten- und Volkstanzgruppe wurden rauschende Tänze in farbigen Trachten aufgeführt. Spezielle Stargäste waren The Lenzin Brothers.

Theodor Looser
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Die Erwachsenenformation der Rheintaler Trachten- und Volkstanzgruppe begeisterte die zahlreichen Zuschauer. (Bild: Theodor Looser)

Die Erwachsenenformation der Rheintaler Trachten- und Volkstanzgruppe begeisterte die zahlreichen Zuschauer. (Bild: Theodor Looser)

Theodor Looser

Die Unterhaltung der Rheintaler Trachten- und Volkstanzgruppe am Samstagabend im Progy stand unter dem Motto «Achtung, fertig, los». Für den musikalischen Hintergrund war das Ländlertrio Tanzboden verantwortlich, auch The Lenzin Brothers traten auf. Die Moderation übernahmen Karin Fehr und Nadja Eisenhut.

Der Unterhaltungsabend begann mit einem runden Tanz. Präsidentin Regula Eisenhut begrüsste dann das Publikum zur 26. Unterhaltung. Gesucht wurde nun jemand, der durch das Programm führte. Mitten im Publikum machten sich zwei junge Frauen bemerkbar, die zielstrebig zur Bühne gingen und da auch gleich die nächsten Programmnummern ansagten: Die beiden Tänze «Achtung, fertig, los» und «Bavania».

Mit rassiger Begleitung durch das Ländlertrio wirbelten die Tänzerinnen und Tänzer im Kreis herum. Danach kamen auch schon The Lenzin Brothers auf die Bühne. Zuerst mit Alphorn und Saxofon, dann mit verschiedenen anderen Instrumenten. Mit einer Klarinette, einem alten Waschbrett und allerhand anderem Improvisierten spielten die Brüder Enrico und Peter Lenzin um die Wette.

Tanz und Trachtenshow, garniert mit Klangakrobatik

Der nächste, gut einstudierte Tanz war ein «Line Dance» und wurde von der Jugendtanzgruppe dargeboten. Dann waren wieder die Lenzin-Brüder an der Reihe, sie machten mit bemerkenswerter Klangakrobatik Stimmung, spielten halb Jazz, halb volkstümlich, halb Pop; genau das Richtige für dieses Publikum. Die Lenzins hatten am Samstag ein Heimspiel: Enrico kommt aus Rebstein und Peter wohnt in Marbach.

Nach einer Überraschung mit einem Plastikalphorn, mit Saxofonsolos und diversen ungewöhnlichen Schlaginstrumenten wollte der Beifall nicht mehr aufhören.

Die letzten Teile des Programms gehörten dann ganz dem Tanz und der Trachtenshow. Ob bei «Via Flüela is Engadin», dem «Schlüüferwalzer» oder dem «Grüezischottisch»: Es war ein Spektakel. Die Tänzer boten mal einen seligen Reigen, fassten sich dann wieder paarweise bei den Händen, alles wirkte perfekt einstudiert.

Auch die Kleinsten tanzten begeistert mit. Das Publikum reagierte auf ihre Darbietung mit viel Applaus. Präsidentin Regula Eisenhut dankte am Schluss vor allem Tanzleiterin Vreni Fehr, die ganze Arbeit geleistet hatte, und den beiden Moderatorinnen.

Viel Gelächter beim Theaterstück

Nach einer halben Stunde Pause kam dann die Theatergruppe zum Zug. Aufgeführt wurde das Lustspiel «Lieber ledig und frei» von Barbara Fischer. Vor dem Beginn teilte Regula Eisenhut mit, dass ein Mitglied des Ensembles krankheitshalber vor einem Tag ausgefallen war. Erika Fischer übernahm kurzfristig – und problemlos – seine Rolle als Hansjakob Hürlimann.

Weiters spielten Andi Nüesch als Göpf Hürlimann, Johannes Sonderegger als Franz Hürlimann, Margrith Federer als Rosmarie Heinzer, Amara Mittelholzer als Elsbeth Specht, Oksana Ambrosano als Anna-Lena Monbijou und Nadja Eisenhut als ­Cindy Hofmann. Von den Hürlimann-Brüdern blieb am Schluss nur einer ledig. Zwei von ihnen fanden doch noch unter die Haube – Ende gut, alles gut.