REBSTEIN: Alle Kaninchen müssen geimpft sein

Am Wochenende hat der Ornithologische Verein (OV) Rebstein-Marbach zur Jungtierschau auf das Vereinsareal eingeladen. Viele Leute haben den Anlass besucht.

Kurt Latzer
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Christian Koch bereitete die Ausstellung ebenso viel Spass wie den Besuchern. (Bild: Kurt Latzer)

Christian Koch bereitete die Ausstellung ebenso viel Spass wie den Besuchern. (Bild: Kurt Latzer)

Die Ausstellung auf dem Gelände gegenüber des Fussballplatzes war wie jedes Jahr sehr gut besucht. In 13 eigens für den Anlass eingerichteten Gehegen waren Kaninchen, Federvieh, Mehrschweinchen und dieses Mal sogar Zwerggeissen zu sehen. Mit welchem Aufwand so ein Anlass verbunden ist und wie viele Vorschriften einzuhalten sind, wissen oft nur die Kleintierzüchter. Am meisten betroffen sind die Mitglieder ornithologischer Vereine, wenn Seuchengefahr besteht. So beispielsweise im vergangenen Jahr, als die Vogelgrippe umging. Ausstellungen gefie­- derter Tiere waren verboten worden, Stallhaltung verordnet. «Man durfte die Hühner und Hähne nur ins Freie lassen, wenn der gesamte Auslauf überdacht war», sagt Christian Koch, Präsident des OV Rebstein-Marbach. Seiner Meinung nach eine übertriebene Massnahme. Schlimmstenfalls trifft es einen Verein, wenn alles bereits organisiert ist und eine Woche vor dem Anlass die Vogelgrippe ausbreche.

Allerdings gelten nicht nur beim Federvieh besondere Vorschriften, wenn man Tiere ausstellen will. Koch: «Alle Kaninchen, die an einer Schau gezeigt werden, müssen geimpft sein.» Schuld daran sei der VHK2-Virus. Wie in der Fachliteratur zu le­- sen ist, treten bei der Krankheit Symptome wie Teilnahmslosigkeit, Fieber, erschwerte Atmung, Koordinationsstörungen und Zittern auf. Die Krankheit ende beim Tier fast immer tödlich.

«Die Impfung pro Tier kostet heute sechs Franken», sagt Koch. Und das kann schnell ins Geld gehen. Denn viele Züchter besitzen weitaus mehr als 20 oder 30 Kaninchen. Der Aufwand werde vielen, vor allem älteren Züchtern zu viel, einige gäben deshalb ihr Hobby auf.

Das sind Sorgen, die auch den OV Rebstein-Marbach plagen. Denn mit Mitgliedernachwuchs sei der Verein nicht gesegnet. Christian Koch wäre froh, wenn sich neue Züchter finden liessen. Neue Mitglieder hätten auf dem Vereinsgelände nicht nur Platz für einen Stall und ein Gehege, sondern hätten die Unterstützung erfahrener Leute. Wie beispielsweise die von Christian Koch, der kürzlich die Prüfung zum Kaninchen-Obmann abgelegt hat.

Kurt Latzer

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