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Berneck: Rebhelfer arbeiten im Regen

Im Regen bepflanzten Rebhelfer den kleinen Wingert beim Haus des Weins. Die 31 auserlesenen Setzlinge gehören zu den am häufigsten im Kanton St.Gallen angebauten Rebsorten wie Blauburgunder oder Müller-Thurgau.
Susi Miara
Die Rebhelfer hatten trotz Regen grossen Spass beim Pflanzen der verschiedenen Weinreben. (Bild: Susi Miara)

Die Rebhelfer hatten trotz Regen grossen Spass beim Pflanzen der verschiedenen Weinreben. (Bild: Susi Miara)

Vor einem halben Jahr hat die Ortsgemeinde Berneck das Haus des Weins eröffnet. «Wir konnten bereits viele Gäste bei uns begrüssen», sagt Guido Seitz, Präsident des Ortsverwaltungsrats. Zu den letzten Arbeiten gehörte nun die Bepflanzung des Sortengartens mit Rebstöcken. Diese Aufgabe übernahm Markus Hard­egger von der Fachstelle Weinbau beim Landwirtschaftlichen Zentrum in Salez. Aus dem Staatswingert in Frümsen brachte er 31 Rebsetzlinge mit. Mit 415 Rebsorten beherbergt der Staatswingert eine der grössten Rebsortensammlung der Schweiz. 31 der am häufigsten angebauten Sorten wurden am Freitag mit Vertre­tern der Ortsgemeinde, der politischen Gemeinde und Sponsoren, allen voran der St.Galler Kantonalbank, gepflanzt.

Tradition und Moderne verbunden

Markus Hardegger zeigte, wie ein Rebberg mit wenig Chemie angelegt werden kann und erklärte, wo und auf welchen Flächen die verschiedenen Rebsorten angebaut werden. Auf einer Gesamtfläche von 121'959 Hek­taren wird in der Schweiz der Blauburgunder am häufigsten angebaut, gefolgt von Müller-Thurgau mit 23'735 ha und Chardonnay mit 10'123 ha. Zu den seltenen Rebsorten zählten der Frei­samer mit 0,365 ha, der Blaufränkische mit 0,452 ha und Malbec sowie Dakapo mit je 0,540 ha.

Markus Hardegger versuchte in Berneck, Tradition mit Modernem zu verbinden. Mit einem Reihenabstand von rund einem Meter wählte er dazu den traditionellen Stickelbau. Die einzelnen Reben hat er an eine Eisenstange gebunden. Anstatt Hochkulturen wird später eine Blu­- menwiese mit einer speziellen Blumensamenmischung angelegt. «So unterstützen wir die Biodiversität», sagte Hardegger.

Drei Jahre bis zum ersten Kosten

Nach kurzer Einweisung machten sich die Rebhelfer an die Arbeit. Sie liessen sich nicht einmal vom strömenden Regen stören. Zuschneiden, ein Loch ausheben, den Rebsetzling einlegen, zuschütten und gut wässern: So sah die Arbeit aus. Bis man die ersten Trauben kosten kann, werden jedoch noch drei Jahre vergehen. Für Daniel Fürst vom Haus des Weins ist der Wingert eine weitere Attraktion. Die Besucher können jetzt sogar zuschauen, wie die Trauben wachsen.

31 Rebsorten im Wingert beim Haus des Weins

Die 31 Setzlinge, die Markus Hardegger vom Staatswingert in Frümsen mitgebracht hat, gehören zu den im Kanton am meisten angebauten Sorten. Die 31 sind: Blauburgunder (Pinot Noir), Müller-Thurgau (Riesling-Silvaner), Chardonnay, Sauvignon blanc, Johanniter, Merlot, Pinot gris, Räuschling, Diolinoir, Zweigelt, Gamaret, Cabernet Jura, Kerner, Seyval blanc, Rheinriesling, Dornfelder, Syrah, Cabernet Dorsa, Maréchal Foch, Cabernet Sauvignon, Baco Noir, Pinot blanc, Gewürztraminer, Muscaris, Souvignier gris, Regent, Dakapo, Malbec, Blaufränkisch und Freisamer. (mia)

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