RCOG erreicht den Final

Nach dem Sieg im Hinkampf geriet die Teilnahme des RC Oberriet-Grabs im Final der Challenge League nicht mehr in Gefahr: Die Rheintaler besiegten den SC Martigny zu Hause mit 24:12. Im Final wartet Brunnen auf den RCOG.

Diana Häsler
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Ilir Fetahu (rechts) gewann gegen Joel Pierroz nach zwei Minuten mit technischer Überlegenheit. (Bild: Diana Häsler)

Ilir Fetahu (rechts) gewann gegen Joel Pierroz nach zwei Minuten mit technischer Überlegenheit. (Bild: Diana Häsler)

RINGEN. Mit einer leicht veränderten Startaufstellung zeigten die jungen RCOG-Ringer den etwa 300 Zuschauern grossartige Kämpfe. Wie bereits in Martigny dauerte der erste Kampf nicht lange. Nicolas Steiger besiegte Ryan Martinetti nach knapp 2 Minuten durch technische Überlegenheit. Dann wurde es langatmig: Die Schwergewichtler Urs Felber und Laurent Martinetti kämpften über die vollen zwei Mal drei Minuten. In der ersten Minute schaffte Felber einen Punkt, mehr Zähler waren danach nicht zu notieren.

Zur Pause schon klar voraus

Dominik Laritz hingegen baute den Vorsprung des RCOG nach gerade mal einer Minute aus, indem er seinen Kontrahenten noch schneller auf die Schultern legte als im Hinkampf. Nach drei Kämpfen stand es bereits 10:0 für die Rheintaler. Andreas Brandenberger hatte Boris Jelinic letzte Woche nach 45 Sekunden auf die Schultern gelegt – dieses Mal verlief der Kampf anders: Der Walliser nahm Brandenberger bereits in der ersten Hälfte zehn Punkte ab, dabei blieb es. Aufregung gab es während dieses Kampfes vor allem bei den Trainern von Martigny: Sie wurden so laut, dass sie von Schiedsrichter Ady Zurfluh, der mit gelben und roten Karten drohte, zur Ruhe ermahnt werden mussten. Auch im letzten Kampf vor der Pause änderte sich nicht viel an der Lautstärke von der Trainerbank. Andreas Vetsch liess sich nicht beirren, und siegte auch dieses Mal souverän gegen Théry Chardonnens nach Punkten. Zur Pause stand es somit bereits 14:4 für den RCOG.

Auch wenn der Sieg schon festzustehen schien, kämpften die Rheintaler weiter um jeden Punkt.

In der zweiten Halbzeit standen sich drei neue Kombinationen auf der Matte gegenüber. So etwa Ilir Fetahu gegen Joel Pierroz. Fetahu nahm das Tempo der ersten Halbzeit wieder auf: Nach nur 20 Sekunden startete er den ersten Tusch-Versuch, nach zwei Minuten gewann er mit 15:0 Punkten – technische Überlegenheit.

Die leichte Veränderung in der Team-Aufstellung zeigte Wirkung auf das ganze Team. So zum Beispiel auch auf Dominik Steiger: «Ich musste kein Gewicht machen, und konnte mit vollen Kräften starten. Das machte es viel einfacher für mich.» Es gelang ihm gegen den erfahreneren Kiril Sheytanov Punkte zu holen, und somit der Mannschaftswertung zwei Punkte beizusteuern. Nun stand es 19:7, ein scheinbar nicht aufholbarer Vorsprung der Ostschweizer. Um noch gleichzuziehen, hätten die Walliser die letzten drei Kämpfe jeweils mit dem maximalen Skore von 4:0 gewinnen müssen.

Einen Kampf zwischen Christian Hutter und Felix Pereira hatte es noch nie gegeben. In der ersten Hälfte ging es hin und her, beide machten Punkte, und beide bekamen Verwarnungen wegen Passivität. In der Pause stand es 12:4 für Pereira. In der zweiten Hälfte konnte Pereira seinen Vorsprung in diesem Abnützungskampf ausbauen und gewann nach Punkten 21:8. Somit erhielten die Walliser zwar noch einmal Punkte in der Mannschaftswertung und es stand 20:10 – der Halbfinalkampf war aber definitiv entschieden: Der RCOG gewinnt und steht im Final.

Trotzdem kämpften die Rheintaler weiter und Flavio Freuler holte ebenso wie Michael Koch noch einmal Punkte. Am Ende stand es 24:12 für den RCOG – ein Grund zum Feiern.

Im Final gegen Brunnen

Da im anderen Halbfinal die RR Brunnen gegen den TV Ufhusen gewonnen hat, trifft Oberriet-Grabs im Challenge-League-Final auf die Schwyzer. Der erste Kampf findet am nächsten Samstag in Brunnen statt.

Car-Mitfahrgelegenheit zum Final nach Brunnen: Mike Rüegg, Telefon 079 698 19 68.