Rathausplatz schräg, aber offen

Ein grosser Teil des neuen Altstätter Rathausplatzes ist bereits gepflästert. Vom höchsten Punkt des Platzes bei der Bibliothek bis zur tiefsten Stelle an der Trogenerstrasse fällt der Platz um über zwei Meter ab.

Kurt Latzer
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Der oberste Punkt des neuen Rathausplatzes liegt gut zwei Meter höher als der tiefste Punkt an der Trogenerstrasse. (Bilder: Kurt Latzer)

Der oberste Punkt des neuen Rathausplatzes liegt gut zwei Meter höher als der tiefste Punkt an der Trogenerstrasse. (Bilder: Kurt Latzer)

ALTSTÄTTEN. Baufahrzeuge, Steinhaufen und ein kleiner Zeltpavillon prägen das Bild auf der Rathausplatz-Baustelle. Arbeiter verteilen Splitt, andere behauen und versetzen Pflastersteine. Der obere Teil des Rathausplatzes ist fertig, umgrenzt von einem rot-weissen Lattenzaun. Neben der Pflästerung sind grosse Metallringe zu sehen. Sie dienen als Umrandung für zukünftige Bäume.

Weg und Rampe für Rollstühle

Einigen Altstätterinnen und Altstättern kommt der neue Platz nicht nur schräg rüber, er ist schräg. Vom höchsten Punkt bei der Bibliothek Reburg bis zur Trogenerstrasse fällt der Platz um gut zwei Meter ab. Andreas Jung, Leiter Städtebau und Projekte der Stadt Altstätten: «Das mit dem schrägen Platz hat man bewusst gemacht, man wollte den gesamten Platz so erlebbarer machen.» Mit einer Treppe wirke der Platz kleiner, ist Jung überzeugt. Auf einem Streifen – von der Trogenerstrasse zur katholischen Kirche – betrage die Steigung nicht mehr als sechs Prozent. Dies entspreche den Vorschriften für Rollstuhlfahrer. Die neue Rollstuhl-Rampe vom Vorplatz der katholischen Kirche zum Rathausplatz ist bereits seit einiger Zeit befahrbar. «Eine super Sache», sagte Ernst Grob, als er mit seinem elektrisch angetriebenen Rollstuhl in Richtung des neuen Rathauses fuhr.

Schräg, aber viel Platz

Zwischen der neuen Post (Rathausplatz 3) und dem Rathaus werden spezielle Hülsen im Boden versenkt. Darin kann man ein etwa 24 mal achteinhalb Meter grosses Festzelt verankern», sagt Andreas Jung. Zusätzlich sei dort Platz für ein kleines Vorzelt für die Gastronomie-Einrichtung. An der gleichen Seite sowie zwischen Rathaus und Kirche führt «Schützengarten» eine Gartenwirtschaft. «Wir haben vereinbart, dass Schützengarten mit den Tischen und Stühlen immer dann Richtung Kirche ausweicht, wenn das Festzelt gebraucht wird», sagt der Leiter Städtebau. Neben dem zukünftigen Bushof, bei der Kirche und vor dem Rathaus sind offene Veloständer vorgesehen. «Es sind Bügel, in die man Fahrräder stellen und mit Schlössern sichern kann», sagt Andreas Jung. Bei zwei Bäumen sollen Bänke zum Ausruhen einladen, ganz ohne Konsumationszwang. Der Leiter Städtebau ist überzeugt, «dass alles zusammen eine gefreute Sache gibt».

Ernst Grob freut sich über die neue Rampe, die vom Vorplatz der katholischen Kirche zum neuen Rathausplatz führt.

Ernst Grob freut sich über die neue Rampe, die vom Vorplatz der katholischen Kirche zum neuen Rathausplatz führt.

Noch liegen haufenweise Pflastersteine vor dem neuen Rathaus. Spätestens bis Mitte Dezember müssen Platz und Bushof fertigt sein.

Noch liegen haufenweise Pflastersteine vor dem neuen Rathaus. Spätestens bis Mitte Dezember müssen Platz und Bushof fertigt sein.