Raserfahrt in Papas Auto

Ein Jugendlicher gab am Dienstagmorgen gefährlich Gas, als ihn die Polizei kontrollieren wollte. Er war im Auto des Vaters unterwegs.

Ives Bruggmann
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ST. GALLEN. Um zwei Uhr nachts hat die Stadtpolizei eine Verkehrskontrolle durchgeführt, teilte sie gestern mit. Ein Lenker gab Gas und fuhr auf die Patrouille zu. Die Polizisten mussten zur Seite springen.

Dionys Wider, Mediensprecher der Stadtpolizei St. Gallen, beschreibt die Situation. «In beiden Fahrtrichtungen standen an der Rosenbergstrasse Patrouillen der Polizei. Als die eine Patrouille das Fahrzeug anhalten wollte, machte der Lenker einen Bogen um diese. Dadurch fuhr er auf die zweite Patrouille zu, die sich ausser Gefahr bringen musste.» Dieses Manöver sei aber mehr Missgeschick als Absicht gewesen. Die Polizisten achten bei solchen Einsätzen darauf, dass sie genügend Platz haben, um auszuweichen. In diesem Fall habe sich dies ausbezahlt.

Flucht

Nach diesem riskanten Manöver flüchtete der Autofahrer über die Leonhardsbrücke in Richtung Güterbahnhofareal. Dort fand die Polizei später das Fahrzeug.

Die drei Personen, die im Wagen sassen, waren zu Fuss geflüchtet, konnten aber später angehalten werden. Der Lenker war ein 16-jähriger Jugendlicher, der im Auto seines Vaters gefahren war. Der Alkoholtest zeigte bei ihm über 0,8 Promille an. Der Jugendliche und seine beiden Begleiter (19 und 22 Jahre alt) wurden vorläufig festgenommen.

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Mit was für Strafen die drei Beteiligten rechnen müssen, ist laut Widmer noch offen. «Die Polizei rapportiert derzeit das Geschehene. Diesen Rapport leitet sie danach an die Jugendanwaltschaft weiter. Die beiden Erwachsenen werden bei der Anwaltschaft angezeigt», sagt Widmer.

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