Radweg ohne Ecken und Pfützen

DIEPOLDSAU. Der Gemeinderat Diepoldsau lässt den Rhein-Radweg vom Mittel- ans Aussenwuhr verlegen. In Au wurde der Radweg schon vor ein paar Jahren verlegt. Weil auch das dortige Teilstück am Innenwuhr oft unter Wasser war.

René Schneider
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Nach der Verlegung wird der Radweg hier geradeaus dem Hochwasserdamm entlang Richtung Bodensee führen. (Bild: René Schneider)

Nach der Verlegung wird der Radweg hier geradeaus dem Hochwasserdamm entlang Richtung Bodensee führen. (Bild: René Schneider)

Der Rhein-Radweg war auf Höhe Diepoldsau nach jedem Regenfall wie auch bei erhöhtem Wasserstand im Rhein voller Pfützen. Jetzt lässt der Gemeinderat das etwa 700 Meter lange Teilstück zwischen der Diepoldsauer Schrägseilbrücke und der Widnauer Wiesenrain-Brücke auf Wunsch vieler Velofahrenden vom Mittelwuhr ans Aussenwuhr verlegen. Das steht im aktuellen Gemeindeblatt. Die Pläne liegen im Gemeindehaus bis Mitte Juli öffentlich zur Einsicht auf. Der Abschnitt ist Teil des 1200 Kilometer langen internationalen Rhein-Radweges von Andermatt (oder Sedrun) bis Rotterdam. Er wird vor allem in den Sommermonaten von Tausenden von Velotouristen befahren. Auf Gemeindegebiet von Diepoldsau verläuft der Radweg entlang des Hochwasserdammes, biegt aber unterhalb der Diepoldsauer Schrägseilbrücke im rechten Winkel ab und verläuft dann auf etwa 700 Metern entlang des Mittelwuhrs. Vor der Widnauer Wiesenrainbrücke (bei der «Habsburg») wechselt der Weg wieder an den Aussendamm. Warum vor über zwanzig Jahren, beim Bau des Radwegs, dieser Verlauf gewählt wurde, ist unklar. Vermutet wird, dass sich Landwirte damals dafür starkgemacht hatten. Wissend, dass es am Mittelwuhr immer feucht und der Landverlust dort darum erträglicher ist.

Gerechnet wird mit Kosten für die Verlegung von 440 000 Franken, wobei der Kanton 65 % übernimmt. Baubeginn soll im Oktober sein. Der neue Weg soll bis Ende Jahr gebaut sein. Gebaut werden kann nur während der Niedrigwasser-Periode. In Au wurde der Radweg schon vor ein paar Jahren – aus den gleichen Gründen – vom Innen- ans Aussenwuhr verlegt.