Radweg-Lücke endlich schliessen

Marcel Dietsche setzte sich am letzten Sessionstag des St. Galler Kantonsrates für den Veloweg am Rhein ein, Peter Kuster und Rolf Huber (FDP) für das Kulturland.

Drucken
Teilen

KANTONSRAT. Weil der rege genutzte Radweg, der von St. Margrethen bis Sargans am Rhein entlang führt, nicht auf der ganzen Strecke asphaltiert ist, reichte der Oberrieter Kantonsrat Marcel Dietsche am Mittwoch eine Interpellation ein. Inlineskater und Velofahrer müssen auf Höhe Kriessern bis kurz vor Oberriet seit Jahren ausweichen und durch die Dörfer fahren. Dieser Zustand sei unbefriedigend. Parallel zur Erstellung der Interventionspiste entlang dem äusseren Damm bestehe jetzt aber die Möglichkeit, den Radweg zu erschliessen und das Rheinvorland entsprechend zu erhalten, schreibt Dietsche. Der Schutz der Vogelart, die auf Höhe Kriessner Wäldli vorkomme, sei ebenfalls gewährleistet.

Marcel Dietsche berichtet, er habe bei verschiedenen Ämtern auf Gemeinde- und Kantonsebene unterschiedliche Informationen über die Zuständigkeit für das Anliegen erhalten. Da sich der Kanton St. Gallen zum Ziel gesetzt hat, den Langsamverkehr auszubauen, will der SVP-Kantonsrat jetzt von der Regierung wissen, ob sie sein Bestreben befürwortet, wer für das Teilstück zuständig ist und welche Massnahmen nötig sind, um das Vorhaben möglichst schnell umzusetzen. 13 der 17 Rheintaler Kantonsräte haben Dietsches Interpellation mitunterzeichnet.

Kulturland unter Druck

Auch die Kantonsräte Peter Kuster (SVP) und Rolf Huber (FDP) reichten gestern eine Interpellation ein, gemeinsam mit Karl Schweizer (SVP, Degersheim). Wie das Trio schreibt, habe die Schweiz gemäss Aufgaben- und Finanzplan 2014 – 2017 vor, die ökologischen Ausgleichsflächen weiter auszubauen und zudem in den neu auszuscheidenden Gewässerräumen die Wiesen zu extensivieren – und das, obschon die Welternährung in den nächsten 20 Jahren eine grosse Herausforderung bleibe. Dieses Vorgehen nehme der produzierenden Landwirtschaft die Grundlage, sind die Interpellanten überzeugt.

Bis heute seien im Kanton St. Gallen 7800 Hektaren ökologische Ausgleichsflächen geschaffen worden, begünstigt durch «übermässige finanzielle Förderung». Für die Gewässerraumausscheidung seien rund 1400 Hektaren vorgesehen.

Fragen zur Kompensation

Peter Kuster und seine beiden Mitinterpellanten wollen von der Regierung wissen, ob der Grundeigentümer berechtigt ist, den Gewässerraum selbst zu bestimmen, und ob es Unterschiede gibt, wenn es sich beim Eigentümer um eine Privatperson oder um den Kanton handelt – so, wie es beispielsweise beim Rhein der Fall ist.

Ebenfalls fragen die Kantonsräte, ob bisherige ökologische Ausgleichsflächen wieder der Lebensmittelproduktion zugeführt werden können; auch, um allenfalls Flächen, die dem Gewässerraum zugeteilt werden, zu kompensieren. (seh)

Aktuelle Nachrichten