RADSPORT: Unverletzt durchs Sturzfestival

Im Strassenrennen am EYOF in Györ (Ungarn) wurde Ronja Blöchlinger aus Heiden in zwei Stürze verwickelt.

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Auch wenn das Strassenrennen nicht nach Wunsch lief, kann Ronja Blöchlinger auf geglückte Jugendspiele zurückblicken. (Bild: pd)

Auch wenn das Strassenrennen nicht nach Wunsch lief, kann Ronja Blöchlinger auf geglückte Jugendspiele zurückblicken. (Bild: pd)

Die gute Nachricht für die 16-Jährige, die zwei Tage zuvor das Einzelzeitfahren am Olympischen Festival der europäischen Jugend (EYOF) gewonnen hatte: Sie kam mit Schürfungen davon und kann nun das olympische Flair der Jugendspiele bis zum Rückflug am Sonntag geniessen.

«Besonders beim zweiten Sturz drei Kilometer vor dem Ziel hatte ich Glück im Unglück», schildert Ronja Blöchlinger, «eine Fahrerin schnitt abrupt den Weg ab – und ich hatte keine Chance mehr, um auszuweichen.»

Im Feld gab es unzählige Massenstürze

Das Rennen war danach gelaufen für Ronja Blöchlinger, sie erreichte das Ziel mit 4:11 Minuten Rückstand auf Siegerin Dina Scavone (Belgien) auf dem 62. Rang. Die anderen Schweizerinnen Meret Lüthi und Noëlle Buri waren noch weiter hinten klassiert.

Bereits kurz nach dem Start war die Vorderländerin in einen Sturz verwickelt. Sie fand danach aber wieder Anschluss ans Feld, in dem es weiterhin hochgefährlich zu und her ging: «Immer wieder kam es zu Massenstürzen, denen ich aber immer ausweichen konnte.»

An den letzten zwei Wettkampftagen kann Ronja Blöchlinger ihre Landsleute bei ihren Wettkämpfen anfeuern. Insgesamt sind 48 junge Sportlerinnen und Sportler aus der Schweiz in Ungarn. Sie wohnen alle im Athletendorf auf derselben Etage. «Die Sportler aus anderen Nationen sehe ich meist nur beim Essen», sagt Ronja Blöchlinger, «aber wir Schweizerinnen und Schweizer pflegen einen engen Kontakt über die Sportart hinaus.»

Bis gestern Nachmittag konnte Swiss Olympic sechs Medaillengewinne bejubeln. (ys)