RADQUER: Vorgeschmack in der Winterdisziplin

Der 16-jährige Bernecker Mountainbiker Stiven Thür wird in einer Woche in Tabor (Tschechien) erstmals an U19-Europameisterschaften starten.

Merken
Drucken
Teilen
Stiven Thür fuhr im Rennen von Aigle als Dritter aufs Podest. (Bild: EKZ Cross Tour)

Stiven Thür fuhr im Rennen von Aigle als Dritter aufs Podest. (Bild: EKZ Cross Tour)

Der bsk-Graf-Fahrer bestreitet die Radquers zu Beginn der kalten Jahreszeit als Verlängerung der Mountainbike-Saison. Schon vor einem Jahr bestritt er die Rennvelo-Crossrennen – und holte sich prompt den Schweizer Meistertitel in der Kategorie U17.

Stiven Thür wurde vor zweieinhalb Jahren U15-Europameister im Mountainbike, daher hat der Polymechaniker-Lehrling schon internationale Starts hinter sich. Allerdings ist diese Nachwuchs-EM ein geschlossener Anlass, also ohne die Fahrer höherer Kategorien. Und die Medaillen werden nicht in einem eigentlichen Rennen vergeben, sondern als Gesamtwertung verschiedener Bewerbe.

Radquer gewinnt wieder an Bedeutung

Internationale Rennen im klassischen Sinn gibt es in den Radsport-Disziplinen erst ab der Juniorenkategorie, also U19. In dieser Altersklasse fährt Stiven Thür in der nächsten Mountainbike-Saison mit – und in diesem Winter (bzw. Herbst) schon im Radquer.

Radquer ist in Belgien eine riesengrosse Sache, in der Schweiz sind die Cross-Fahrer von den Mountainbikern verdrängt worden. Seit einiger Zeit erlebt die Sportart aber auch hierzulande wieder einen Aufschwung. Seit dieser Saison gibt es die EKZ Cross Tour, die sich riesiger Starterfelder erfreut: Am kommenden Wochenende werden im vierten Rennen in Hittnau ZH mehr als 360 Fahrerinnen und Fahrer in verschiedenen Kategorien am Start stehen. Auch Weltmeisterin Jolanda Neff stand schon am Start. Sie hat das Rennen in Bern gewonnen, ist deshalb für die EM nominiert worden, verzichtet aber auf einen Start.

An der Cross Tour starten die U19-Fahrer mit den Amateuren (Nicht-Lizenzierte) und Masters (Senioren) in einer Kategorie. Thür kann mit den älteren Konkurrenten mithalten: In Aigle wurde er Dritter und in Baden Vierter. Sogar auf den zweiten Platz fuhr der Bernecker an einem Elite-Rennen in Mettmenstetten, das allerdings nicht zur Tour gehört.

Dennoch muss sich Thür in der höheren Altersklasse vorerst hinten anstellen, an der EM vom Sonntag, 5. November, zählt er nicht zu den Medaillenkandi­daten. Das Aushängeschild im Schweizer U19-Aufgebot ist Loris Rouiller, der zwei Rennen der Cross Tour gewonnen hat. (ys)