RADQUER: EM der Grafen

Jürg Graf (Altersklasse 35 – 39) und Paul Graf (65 – 69) wurden Europameister und Urs Graf (60 – 64) holte Bronze. Pech hatte dagegen U19-Junior Stiven Thür.

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Drei Medaillen für die Familie Graf (von links): Urs, Jürg und Paul. (Bild: pd)

Drei Medaillen für die Familie Graf (von links): Urs, Jürg und Paul. (Bild: pd)

In Tabor (Tschechien) gewann die Familie Graf an der Radquer-EM drei Medaillen.

Zahlreiche Zuschauer, eine übersichtliche Strecke und trockenes Wetter trugen zu einem gelungenen Anlass bei. Der technisch nicht zu unterschätzende Parcours bot fast alles, was zu einer modernen Querstrecke gehört: Viel Wiese, gefühlvoll zu fahrende Kurven, nur kurze Laufpassagen und Hürden, die nur wenige Fahrer fahrend überwinden konnten.

Urs und Paul Graf machten gemeinsame Sache

Die für das bsk-Graf-Team fahrenden Brüder Graf waren in den Masters-Kategorien 60 – 64 und 65 – 69 vertreten. Da beide Felder gemeinsam starteten, konnten sie das Rennen fast von der Spitze aus kontrollieren. Nur der Schwede Benny Anderson, mehrfacher Europameister im Quer und Weltmeister im Mountainbike, setzte sich ab.

Weil Paul Graf in seiner Kategorie einen rechten Vorsprung aufwies, konnte er seinem Bruder Urs helfen, dessen Verfolger in Schach zu halten. Dieses Vorhaben gelang ihnen: Paul verteidigte sein Europameister-Trikot und Urs Graf sicherte die Bronzemedaille.

Im folgendem Rennen waren die bsk-Graf-Fahrer Rudi Winder aus Widnau und Andy Widmer aus Altstätten am Start. Auch die Kategorien 50 – 54 und 55 – 59 wurden gemischt. Allerdings mussten die beiden Rheintaler am Ende des 70 Fahrer umfassenden Feldes starten. Trotz vieler Behinderungen gelang beiden ein Top-10-Platz. Andy Widmer wurde Achter (50 – 54) und Rudi Winder Zehnter in der Altersklasse 55 – 59.

In der Kategorie der 35- bis 39-Jährigen stand Jürg Graf, der Sohn von Urs, am Start. Er übernahm sofort die Führung und gab sie nicht wieder ab. Jürg Graf war in allen Kategorien einer der wenigen Fahrer, der die Hürdenpassage fahrend bzw. springend bewältigte. Damit zementierte er seinen Sieg und bot den frenetisch applaudierenden Zuschauern ein Spektakel.

Stiven Thür: Kette blockiert, Sattel weg und Plattfuss

Am Sonntag war ein weiterer bsk-Graf Fahrer im Einsatz. Erstmals mit der Schweizer Nationalmannschaft antretend, machte sich der Bernecker Stiven Thür Hoffnung, einen guten Platz in der Kategorie U19 zu erreichen. Zuerst ging die Rechnung auf. Als Letzter im Startfeld fuhr er bereits in der ersten Runde von Platz 59 auf Platz 20 vor.

Damit war er der zweitbeste Schweizer, beklagte dann aber Pech: Zuerst blockierte die Kette, er musste fast eine halbe Runde in die Wechselzone joggen. Und beim Ersatz-Velo verlor Thür den Sattel und fing sich einen Plattfuss ein. Wegen dieser Pannen verlor er natürlich viel Zeit und musste sich mit Rang 48 bescheiden. (aw)