Quartalsberichterstattung mit Licht und Schatten

Gerade bei den grossen Schweizer Unternehmen ist die Berichterstattung für das dritte Quartal weit fortgeschritten. Rückblickend drückte einmal mehr der starke Franken auf die Umsatz- und Gewinnentwicklung.

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Gerade bei den grossen Schweizer Unternehmen ist die Berichterstattung für das dritte Quartal weit fortgeschritten. Rückblickend drückte einmal mehr der starke Franken auf die Umsatz- und Gewinnentwicklung. Erstmals hinterliess auch die Wachstumsverlangsamung in den Schwellenländern Spuren in den Ergebnissen. Allerdings waren längst nicht alle Firmen gleichermassen davon betroffen, was aus Anlegersicht hoffen lässt.

Ein bremsender Faktor zog sich bislang wie ein roter Faden durch die Quartalsberichterstattung: Der nach der Aufgabe des Euro-Mindestkurses von Mitte Januar im Jahresvergleich starke Franken. Er schlug sich bei den meisten Firmen nicht nur in der Umsatz- sondern auch in der Gewinnentwicklung nieder. Ab nächstem Jahr verspricht der Basiseffekt allerdings Abhilfe.

Die Angst vor Folgen der Schwellenländer-Turbulenzen erwies sich rückblickend als übertrieben. Bestes Beispiel ist der Aromen- und Riechstoffhersteller Givaudan, der in vielen dieser Regionen auch im dritten Quartal wachsen konnte. Auch die Währungsfluktuation in den betroffenen Ländern blieb überblickbar.

Da sich das Umfeld weiterhin schwierig gestaltet und sich die Börsenentwicklung von jener der Unternehmensgewinne abgekoppelt hat, bleiben wir dennoch bei unserer vorsichtigen Einschätzung der Aktienmärkte.

Nächste Woche werden mit Julius Bär und Swiss Life zwei weitere grosse Schweizer Unternehmen einen Zwischenbericht abgeben. Konjunkturseitig rundet der Arbeitsmarktbericht für Oktober die Woche ab. In den USA liegt das Hauptaugenmerk hingegen auf den Detailhandelsumsätzen für Oktober sowie auf dem Michigan Sentiment Index für November. (pd)