Punktlandung der Jahresrechnung

Die Jahresrechnung der Gemeinde Heiden schliesst mit einem Aufwandüberschuss von 254 640 Franken ab. Im Voranschlag wurde mit 252 700 Franken gerechnet. Der grösste ausserordentliche Ausgabenposten war die Sanierung der Schmittenbühlstrasse.

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HEIDEN. Der Bilanzfehlbetrag von 254 640 Franken soll über das Konto «Kumulierte Ergebnisse der Vorjahre» (ehemals übriges Eigenkapital) abgedeckt werden, das dadurch Ende 2014 noch knapp 2,7 Millionen Franken beträgt.

Weniger Steuereinnahmen

Der Gemeinderat hat die Jahresrechnung zuhanden des fakultativen Referendums verabschiedet.

Bei den natürlichen Personen, den Grundstückgewinnsteuern und den Erbschaftssteuern wurde rund eine Million weniger eingenommen als budgetiert. Dafür konnten bei den juristischen Personen, der Quellensteuer und der Handänderungssteuer Mehreinnahmen von 610 000 Franken gegenüber dem Voranschlag verzeichnet werden.

Nach dem Unwetter im Juni 2013 mussten Ausgaben für die Instandstellung Schmittenbühl von total 790 400 Franken getätigt werden. Demgegenüber stehen zugesicherte Beiträge der Assekuranz und des Bundes von 292 250 Franken, die im laufenden Jahr ausbezahlt werden sollten. Diese Beiträge wurden in der Jahresrechnung 2014 berücksichtigt.

Sanierung der Zivilschutzanlage

Für die Sanierung der Zivilschutzanlage «Zivilschutzanlage KP II BSA II, Feuerwehrdepot Heiden» sind Kosten in der Höhe von 824 000 Franken entstanden. Der Bund hat einen Beitrag von 516 000 Franken geleistet. Die restlichen Kosten konnten mit Bewilligung des Kantons komplett aus dem Fonds «Ersatzbeiträge Schutzräume» bezogen werden.

Das ambitionierte Investitionsprogramm wurde nicht ausgeschöpft. Die Projekte «Friedhof», «Vergrösserung Urnenwand» mit Kosten von 150 000 Franken und der Ausbau Büelenweg mit Kosten von 50 000 Franken konnten fertiggestellt werden. Für die Durchmesserlinie (DML) wurde vom Kanton der erste Beitrag von 96 800 Franken in Rechnung gestellt und in der Investitionsrechnung berücksichtigt.

Dem Kino Rosental wurde für den Kauf der Liegenschaft Parzelle 1221 ein zinsloses Darlehen von 80 000 Franken zur Verfügung gestellt. Weiter sind Investitionskosten für die offenen Projekte wie Sanierung Gebäudehülle Rathaus, Infrastruktur Hallen- und Aussensport, Wettbewerb Arealentwicklung Seeallee usw. angefallen, die zu Nettoinvestitionen von 22 590 Franken geführt haben.

Bilanzanpassungsbericht

Grundlage für die Rechnungslegung gemäss den Richtlinien des neuen harmonisierten Rechnungsmodell (HRM2) bildet das neue Finanzhaushaltsgesetz des Kantons Appenzell Ausserrhoden, das am 1. Januar 2014 in Kraft gesetzt wurde. Im Rahmen der Umstellung auf HRM2 stellt die Neubewertung (Finanzvermögen) und Aufwertung (Verwaltungsvermögen) der Bilanz ein zentrales Element dar. Die durch die Umstellung vorgenommenen Bewertungen stellen einen einmaligen Vorgang dar. Der Gemeinderat hat mit Beschluss vom 30. September sämtliche Bewertungsgrundsätze festgelegt. Aufgrund dieser Anpassungen ergeben sich total Neubewertungsreserven per 1. Januar 2014 von 3 698 200 Franken im Finanzvermögen, die für die periodischen Anpassungen zur Verfügung stehen. Im Verwaltungsvermögen betragen die Aufwertungsreserven 2 976 200 Franken. Diese Reserve wird in der zweiten Stufe der Erfolgsrechnung linear über die nächsten zehn Jahre aufgelöst.

Das Finanzhaushaltsgesetz sieht vor, dass diese Änderungen dem Stimmvolk der Bürgerschaft zur Genehmigung über das fakultative Referendum für die Jahresrechnung vorgelegt werden müssen. (gk)