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Punktgewinn als Knackpunkt

Der FC Rebstein geriet in der Rückrunde in eine Negativspirale, die im Abstieg in die dritte Liga endete. Den Knackpunkt orten die Verantwortlichen im 2:2 gegen Au-Berneck.
Remo Zollinger
Der FC Rebstein – hier Sascha Haltiner – musste in der Rückrunde die Konkurrenten ziehen lassen. (Bild: Remo Zollinger)

Der FC Rebstein – hier Sascha Haltiner – musste in der Rückrunde die Konkurrenten ziehen lassen. (Bild: Remo Zollinger)

FC REBSTEIN. «Ich habe schon viele Niederlagen erlebt, aber ich war noch nie so wütend nach einem Spiel wie nach dem 2:2 gegen Au-Berneck», sagt Rebsteins Präsident Hansueli Steiner. Gegen eine deutlich stärkere Mannschaft bekam Rebstein die drei Punkte förmlich auf dem Silbertablett präsentiert, hat aber nur einen davon mitgenommen. Gegen acht Auer kassierte der FCR noch den Ausgleich. Rechnet man diese beiden Punkte dazu, hätte es (theoretisch) für den Ligaerhalt gereicht. So aber nicht. Wegen 16 Strafpunkten mehr als Schluein steigt Rebstein in die 3. Liga ab.

Big Points vergeben

Rebstein vergab nicht nur gegen Au-Berneck Punkte. Die Direktduelle Mitte Rückrunde verlor der FCR – gegen Rapperswil-Jona II mit 1:2, gegen Schluein Ilanz mit 0:1. «In dieser Phase wäre es vielleicht besser gewesen, sich mit einem Punkt zufrieden zu geben, statt naiv den Sieg zu suchen», sagt Steiner. Und erinnert an das Spiel gegen Rappi, in dem Rebstein spät der Ausgleich gelang, mit dem Schlusspfiff aber noch das 1:2 fing.

Trainer Andy Giger spinnt den Faden weiter. «Wir waren vielfach ebenbürtig. In der Hinrunde sind solche Spiele oft auf unsere Seite gekippt, in der Rückrunde konnten wir in den wichtigen Partien das Spielglück nicht mehr auf unsere Seite zwingen», sagt er. Die Rückrunde war resultatmässig eine Katastrophe: In den ersten acht Spielen holte Rebstein nur zwei Punkte, wurde in der Tabelle nach hinten durchgereicht. Rebstein zeigte mit zwei Siegen danach zwar noch eine Reaktion, gereicht hat es aber nicht mehr.

Enttäuschende Offensive

«Unsere Offensive hat ihr Potenzial nicht ausschöpfen können», sagt Giger. Die Statistik untermauert dies: Gemeinsam mit Triesen stellte Rebstein in der Rückrunde den schwächsten Sturm. Nur zwölf Tore gelangen dem FCR – zu wenig, um die Liga halten zu können. Die Seuche zog sich aber durch die gesamte Mannschaft.

In diesem Jahr hat die Qualität nicht gereicht, die Tabelle lügt nicht», sagt Giger. Trotzdem habe die Mannschaft bis zum Ende an den Ligaerhalt geglaubt, und sei sich der Situation immer bewusst gewesen. Im letzten Spiel wartete mit Chur aber ein zu grosser Brocken – mit 1:6 ging Rebstein sang- und klanglos unter.

Andy Giger bleibt auch in der nächsten Saison Rebstein-Trainer, findet aber eine veränderte Situation vor. Das Kader steht vor dem Umbruch: Mit Cokicli, Baiao, Vasic und Aebersold verlassen mehrere Leistungsträger den Verein. Und statt auf Widnau, Montlingen und Altstätten trifft Rebstein in der nächsten Saison auf Widnau II, Diepoldsau, Rüthi und Rheineck. Diese Gegner sind – ohne sie zu diskreditieren – weniger attraktiv als die Zweitligisten. Dazu kommt, dass ab der kommenden Saison in der 3. Liga unbeschränkt ein- und ausgewechselt werden darf.

Jausenstation statt Zapfsäule

Unsere Zeitung bezeichnete die Liga deshalb schon als «Jausenliga». Und auf dem Rebsteiner Fussballplatz wurde am Tag nach dem Abstieg bereits darüber spekuliert, den Kultkiosk «Mänfs Zapfsäule» in «Mänfs Jausenstation» umzutaufen. Den Humor haben die Rebsteiner auch in schwarzen Tagen nicht verloren.

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