Prüflabor für Lasertests bei Leica Geosystems

Leica kann künftig Lasertests im eigenen Haus durchführen. Das entsprechende Prüflabor wurde vor kurzem zertifiziert.

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Heerbrugg. Mit dem Prüflabor für Laserklassifizierung wurde vor kurzem das sechste Labor der Leica Geosystems AG offiziell von der Schweizerischen Akkreditierungsstelle (SAS) akkreditiert. Die SAS ist dem Schweizer Staatssekretariat für Wirtschaft (SECO) zugeordnet, und durch multilaterale Abkommen mit internationalen Organisationen sind ihre Zertifikate nicht nur national, sondern auch international in weit über 100 Ländern anerkannt. Für Leica Geosystems bedeutet dies, dass Lasertests, die bisher an externe Labors gegeben werden mussten, nun im eigenen Haus durchgeführt werden können.

«Jedes Gerät, das mit einem Laser ausgerüstet ist, muss in eine entsprechende Klasse, die sogenannte Laserklasse, eingeordnet werden. Dabei wird zum Beispiel die Laserstärke, d.h. die emittierte Energie oder Leistung, gemessen», erklärt Wolfgang Hardegen, Leiter der akkreditierten Labors von Leica Geosystems. Mit der Akkreditierung des Prüflabors für Laserklassifizierung kann Leica Geosystems nun die Laserklassen der eigenen Geräte, etwa von Tachymetern, Rotationslasern oder Distanzmessern, selbst ermitteln. «Dies kommt einerseits unseren internen Test- und Entwicklungsteams zu Gute, andererseits profitieren auch die Kunden von diesem neuen <Inhouse Service>», so Hardegen. Mit dem Prüflabor für Laserklassifizierung unter der Leitung von Ernst Ramseier verfügt Leica Geosystems über das inzwischen sechste akkreditierte Labor neben den bestehenden Distanz-, Winkel-, Frequenz- und Horizontmesslabors sowie der Feldmessbasis am Rheindamm bei Kriessern, wobei letztere eigentlich kein typisches Labor ist: die Feldanlage erlaubt die Ermittlung der Standardabweichung von Distanzmessungen bis zu 3000 Meter. Doch auch diese Messbasis ist von der SAS akkreditiert.

Ein Kalibrier- oder Prüfzertifikat lässt sich auf internationale Standards zurückführen, und die Messunsicherheiten der Messresultate müssen ausgewiesen werden. Für den Kunden bedeutet dies, dass die von Leica Geosystems angegebenen Werte und Spezifikationen bei ihren Produkten auch mit den tatsächlichen Werten und Spezifikationen übereinstimmen. Die Nachfrage nach Zertifikaten steigt ständig, die Gründe dafür sind vielfältig. Wolfgang Hardegen nennt in diesem Zusammenhang vor allem die Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit des Kunden bei öffentlichen Ausschreibungen. Auch wird von grossen Unternehmen oft eine Zertifizierung verlangt bzw. möchten die Kunden selbst nach ISO 9001 zertifiziert werden. Mehrwert «Nummer eins» für den Kunden bleibt jedoch die erhöhte Transparenz, die Bestätigung des Vertrauens in die Instrumente von Leica Geosystems und die bessere Vergleichbarkeit zu anderen Produkten. (pd)