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Projekt steckt in der Sackgasse

Die Wolken über dem Kursaal Heiden waren am Freitag Sinnbild für die Lage der Hotel Heiden AG. Diese hatte in mehreren Belangen ein schwieriges Jahr hinter sich. Mit engagiertem Direktor und neuer Rätin soll es nun aufwärtsgehen.
Stephanie Sonderegger
Erich Dasen (links) und Hanswalter Schmid (2. v. l.) begrüssen Susanne Honegger als Nachfolgerin für Köbi Frei im Verwaltungsrat. (Bild: sso)

Erich Dasen (links) und Hanswalter Schmid (2. v. l.) begrüssen Susanne Honegger als Nachfolgerin für Köbi Frei im Verwaltungsrat. (Bild: sso)

HEIDEN. Es waren keine freudigen Worte, mit denen der Verwaltungsratspräsident der Hotel Heiden AG, Hanswalter Schmid, die rund 130 anwesenden Gäste zur Generalversammlung am Freitagabend begrüsste. «Unser Geschäftsjahr ist unbefriedigend gelaufen. Das finanzielle Ergebnis entspricht weder unseren Erwartungen, noch sichert es unsere Existenz nachhaltig», kommentierte er die Jahresrechnung 2015, deren Jahresumsatz von 5,64 Millionen auf 5,27 Millionen Franken sank. Der Verwaltungsrat hatte deshalb beantragt, den Bilanzgewinn vom Anfang des Geschäftsjahres 2015 mit dem Jahresverlust aus demselben Jahr zu verrechnen und die Endsumme von rund 246 000 Franken auf die neue Rechnung vorzutragen. «Der Betriebsgewinn ist auf ein Minimum gesunken», so Schmid. Man versuche dieser Tatsache aber Rechnung zu tragen. «Unser Unternehmen steht auf einer soliden Grundlage – dank des sorgfältigen Umgangs mit den Mitteln, die uns zur Verfügung stehen.»

Aufklärung zu Hotel Park

Besonders wichtig war dem Verwaltungsratspräsidenten die Aufklärung zum Projekt Neubau Hotel Park. «Wir lassen das Projekt nicht fallen», betonte er. «Wir treiben es weiter, soweit wir in der Lage sind. Tatsache ist: Selbst wenn wir bauen wollten, würden wir keine Bewilligung bekommen, weil uns Parkplätze fehlen.» Seinen Unmut äusserte Schmid über die fehlende Kommunikation mit der Gemeinde. Diese habe mit dem Kanton eine weitere Parkplatzstudie ausgearbeitet, einen Austausch mit ihnen habe aber nicht stattgefunden. «Wir haben mit Enttäuschung zur Kenntnis genommen, dass die Gemeinde das Interesse an einer gemeinsamen Umsetzung verloren hat.» Der Verwaltungsrat habe beschlossen, das Projekt auf Eis zu legen und dafür die Erneuerung des Hotel Heiden voranzutreiben. «Das Projekt steckt in einer Sackgasse. Für uns heisst es: Keine Tiefgarage, kein Hotel Park.»

Direktor mit Tatendrang

Trotz der ernüchternden Worte von Seiten des Verwaltungspräsidenten gab es auch Positives zu berichten. So ist Erich Dasen inzwischen seit knapp einem Jahr im Amt als Direktor. «Den Start ins neue Jahr dürfen wir als geglückt bezeichnen. Wir haben rund 700 Übernachtungen mehr als im Vorjahr», sagte Dasen. Gleichzeitig hatte auch er weniger Gutes zu berichten. Der Umsatz entwickle sich nicht erfreulich, sagte er. Aufgeben will der neue Direktor aber nicht. Der 53-Jährige präsentierte diverse Marketingmassnahmen, die zu einer besseren Auslastung des Hotels führen sollen. Er sprach von Kooperationen mit dem Online-Vermarktungsdienstleister Swiss Quality Hotels, dem Anbieter einer Art Halbtax für Hotels namens Hotelcard und der erst kürzlich eingeführten Ostschweizer Ferienkarte Oskar. Überhaupt zeigte sich Erich Dasen trotz schwieriger Lage voller Tatendrang. So erklärte er die Entstehung der Preisunterschiede und zeigte anhand einer Auswertungssoftware, wie wichtig Gästebewertungen geworden sind. «Für uns sind sie ein wichtiges Führungsinstrument.»

Wechsel im Verwaltungsrat

Während die abzustimmenden Traktanden wie der Jahresbericht, die Jahresrechnung, die Entlastung der Verwaltungsräte und der Antrag zur Verwendung des Bilanzgewinns innert Kürze abgehandelt waren, nahmen die Wahlen etwas mehr Zeit in Anspruch. Verwaltungsrat Köbi Frei hatte seinen Rücktritt aufgrund seiner Tätigkeiten im Regierungsrat eingereicht. Als Ersatz schlug der Verwaltungsrat Susanne Honegger vor. Die Heidlerin ist in der Schulleitung des Berufs- und Weiterbildungszentrums für Gesundheit- und Sozialberufe (BZGS) in St. Gallen tätig. Nach einer Vorstellung wurde sie einstimmig gewählt.

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