Projekt «europuls» wird überarbeitet

ST.MARGRETHEN. Das Grossprojekt «europuls» ist etwas ins Stocken geraten. Bei Hiag Immobilien heisst es, man überarbeite das Projekt. Die Vermarktung verlief nicht ganz nach den eigenen Vorstellungen.

Gert Bruderer
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«europuls»: auf der Gemeinde-Homepage nach wie vor zu finden. (Bild: gb)

«europuls»: auf der Gemeinde-Homepage nach wie vor zu finden. (Bild: gb)

ST. MARGRETHEN. Eigentlich hätte mit der ersten Bauetappe schon im letzten Jahr begonnen werden sollen. Bagger sind jedoch bis heute keine aufgefahren. Stattdessen macht in jüngster Zeit zusehends die Befürchtung die Runde, Hiag könnte das St. Margrether Projekt fallen lassen.

«Wir bleiben dran»

Als beunruhigend wird empfunden, dass das «europuls»-Vorhaben vor wenigen Wochen von der Projekt-Website verschwunden ist. Die Frage drängt sich auf: Verzichtet Hiag Immobilien etwa auf eine Überbauung des sieben Hektaren grossen Altfeld-Areals?

Auf Anfrage sagte Hiag-Pressesprecher Frank Butz vor zehn Tagen, die bisherigen Vermarktungsgespräche hätten gezeigt, dass das gegenwärtige Projekt Schwächen in Bezug auf die Etappierung aufweise. Aber: «Wir bleiben dran.» Von der Projekt-Website habe man «europuls» entfernt, weil es überarbeitet werde.

Notfalls ohne «Grossen»

CEO Martin Durchschlag doppelt nun nach: «Wir sind mit Nachdruck an der Arbeit.» Für kleine und mittlere Verkaufsflächen habe man grundsätzlich eine gute Resonanz erfahren, sagt der CEO. Einen Ankernutzer, der einen grossen Teil der etwa 10 000 m² grossen Sockelgeschossfläche belegt, habe man aber nicht anbinden können. Martin Durchschlag sagt: «Wir wollen nun prüfen, welche Anpassungen nötig sind, um ein Projekt auch ohne einen <Grossen> realisieren zu können.»

Wie lange die Überarbeitung dauert, ist offen. Klar ist hingegen: «Mehrere weitere potenzielle Mieter sind nach wie vor interessiert», wie Martin Durchschlag versichert.

Das Dorf ist parat

Die Bürgerschaft ist für die Entwicklung ihrer Gemeinde parat. Schon im März 2012 hat sie die Zentrumsgestaltung mit 71,1 Prozent Ja-Stimmen gutgeheissen. Gemeindepräsident Reto Friedauer, der mit den «europuls»-Verantwortlichen den Kontakt pflegt, gibt sich zuversichtlich: «Ich bin nach wie vor überzeugt, dass das europuls-Projekt kommen wird, aber modifiziert.» Auf der Gemeinde-Homepage ist es denn auch immer aufgeführt geblieben. Äussern Unbeteiligte sich zum Projekt, ist fast immer die Einschätzung zu hören, «europuls» sei von Anfang an eher zu ambitiös gewesen. Allerdings ist das nicht vorwurfsvoll gemeint. Die meisten äussern sich nur so, um nachzuschieben, die nun nötige Anpassung überrasche sie nicht.

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