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«Privat» – Durchgang weiterhin erlaubt

BALGACH. Der Schlosspark Grünenstein ist ein Gartendenkmal von regionaler Bedeutung in einer wertvollen Kulturlandschaft. Die Anlage wird kulturhistorisch und ökologisch aufgewertet – und bleibt weiterhin öffentlich zugänglich.
Der Schlosspark Grünenstein wird kulturhistorisch und ökologisch aufgewertet. (Bild: Oeplan)

Der Schlosspark Grünenstein wird kulturhistorisch und ökologisch aufgewertet. (Bild: Oeplan)

«Privat: Durchgang erlaubt»: So lautet seit den Achtzigerjahren die Devise im Schlosspark Grünenstein. Der Spazierweg über die Krete des Schlossberges zum Schlossweiher wird denn auch rege benutzt. Eine landschaftliche Vielfalt aus Einzelbäumen und Hecken, Weiher, Magerwiesen, Wald und Rebberg tut sich auf. Das Schloss ist mit Anlässen belebt, Turm und Barockgarten stehen der Öffentlichkeit für Events zur Verfügung. Die Liegenschaft befindet sich im Besitz der Gut Grünenstein AG.

Dahinter stehen Nachfahren des Schlossbesitzers Jacob Laurenz Custer (1755–1828) und Nachfahren von Fridolin Schindler, der die Burg 1781 zum Schloss umbaute.

Strasse und Mauern sanieren

Stützmauern und Schlossstrasse sind sanierungsbedürftig. Die Instandsetzung der Schluchtstrasse ist im Gang. Geplant ist ein separater Fussweg im Rebberg entlang der Zufahrtsstrasse. Die Substanz des Schlossparks wird gesichert, repariert und gepflegt.

Im Bereich des Schlossweihers und des Barockgartens sind Korrekturen nötig: Terrain- und Forstarbeiten sind auszuführen, Treppen und Brunnenbecken zu reparieren, Kieswege anzulegen. Rund um das abgebrochene Einsiedlerhäuschen sind verschiedene Massnahmen denkbar: von der Freilegung der Sicht durch Ausholzung bis hin zur künstlerischen Intervention.

Zur kulturhistorischen Aufwertung gesellt sich die ökologische: Entlang der neuen Stützmauer bieten künftig trockene Mauerabschnitte, Lesesteinhaufen und offene Felsrippen Lebensraum für Schlingnattern und Zauneidechsen. Die Böschung des Bewirtschaftungsweges im Rebberg, die derzeit mit Pneus befestigt ist, wird mit Trockenmauern gesichert. Beim Schlossweiher ermöglicht eine Rampe dem Fadenmolch und anderen Kleintieren den Ausstieg aus dem Teich. Gelbbauchunke und Feuersalamander siedeln sich in einer neuen Mulde beim Torkel an.

Auf dem Felsrücken im Westen, wo einer der vielfältigsten Wälder von Balgach steht, wird ein rundum buchtiger Waldrand geschaffen – mit einem breiten, ungedüngten Krautsaum als Übergang zwischen Wiese und Wald. Unterhalb des Rebbergs entsteht ein Hochstamm-Obstgarten, der vom Obstbauern Hans Krüsi bewirtschaftet wird. Freiwillige pflanzen am Begegnungstag vom 13. November 32 Apfelbäume.

Die ökologische und landschaftliche Aufwertung entsteht in Zusammenarbeit mit dem Verein Balger Natur und der Oeplan GmbH. Geschäftsführer Thomas Oesch: «Das Grünensteinerfeld ist ein Landschaftsschutzgebiet, hier können wir einen Hochstamm-Obstgarten anlegen, der auf längere Sicht bestehen bleibt.» In Balgach hat der Bestand an Obstbäumen stark abgenommen. Neben Überbauungen haben Krankheiten wie der Feuerbrand den Hochstammbäumen zugesetzt.

Patenschaften gesucht

Die Gesamtkosten der Sanierungs- und Aufwertungsarbeiten belaufen sich auf 1,2 bis 1,5 Mio. Franken. Die Grundvariante wird durch finanzielle Zusicherungen der Gemeinde, des Kantons, des Fonds Landschaft Schweiz FLS, Pro Patria, der Jubiläumsstiftung der St. Galler Kantonalbank und durch Mittel der Gut Grünenstein AG gedeckt. Für zusätzliche Projektelemente werden Unternehmen und Einzelpersonen als Paten gesucht.

«Wir müssen diese Arbeiten an die Hand nehmen, damit diese grossartige Anlage nicht verstaubt und vermoost», sagt Lorenzo Custer, Projektleiter der Gut Grünenstein AG. Es gelte, die Attraktivität des Areals zu erhalten und für die Zukunft zu sichern. Custer denkt dabei nicht nur an die Aktionäre, sondern auch an die Öffentlichkeit, die den Zugang zum Schlosspark behält und ihre lokale Identität mit dem Schloss in Verbindung bringt. (pd)

www.schloss-gruenenstein.ch

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