Prager Ensemble spielt in der evangelischen Kirche

BERNECK. Am Sonntag, 26. April, findet die jahrelange fruchtbare Zusammenarbeit der Rheintalischen Gesellschaft für Musik und Literatur (RGML) und des Kulturforums Berneck seine Fortsetzung: mit dem Konzert des Collegium Marianum, Prag, um 17 Uhr in der evangelischen Kirche Berneck.

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BERNECK. Am Sonntag, 26. April, findet die jahrelange fruchtbare Zusammenarbeit der Rheintalischen Gesellschaft für Musik und Literatur (RGML) und des Kulturforums Berneck seine Fortsetzung: mit dem Konzert des Collegium Marianum, Prag, um 17 Uhr in der evangelischen Kirche Berneck.

Das renommierte Barockensemble unter der Leitung der Traversflötistin Jana Semerádová, dem auch Lenka Torgersen und Vojtech Semerád, Violinen, Andreas Torgersen, Viola, Jan Krejca, Theorbe, Hana Fleková, Violoncello, und Sebastian Knebel, Cembalo, angehören, stellt das Konzertprogramm unter den Titel «Das illustre Morzin-Orchester und das Musikleben im barocken Prag».

Jiránek, Orschler und Fasch

Eröffnet wird das Konzertprogramm mit dem Flötenkonzert in D-Dur des bislang wenig bekannten böhmischen Komponisten František Jiránek (1698– 1778), der in Prag Mitglied in der Morzin'schen Kapelle war. Dann erklingt das Trio für zwei Violinen und Basso continuo des schlesischen Violonisten und Komponisten Johann Georg Orschler (1698–1767), der auch in Böhmen diente, ehe er Mitglied der Wiener Hofmusikkapelle wurde. Wie František Jiránek stand auch Johann Friedrich Fasch (1688–1758) in den musikalischen Diensten des Prager Grafen Wenzel von Morzin. Fasch, dessen Quartett für Flöte, Violine, Bass und Basso continuo in D-Dur erklingen wird, gilt als bedeutender deutscher Instrumentalkomponist der Barockzeit und wurde auch von Johann Sebastian Bach sehr geschätzt.

Vivaldis Flötenkonzert

František Ignác Antonín Tuma (1704–1774) war als Gambist am Prager Hof tätig. Zu seinem reichen Schaffen gehören mehr als fünfzig Messen sowie zahlreiche Sonaten, Sinfonien und Partiten – jene «a 4 in d» gelangt in Berneck zur Aufführung.

Auch Josef Antonín Gurecký (1709–1769) stammt aus Prag und hat neben Kirchen- vor allem Instrumentalmusik geschrieben. Seine «Sonate in D fatta a Dresda» rundet den Reigen musikalischer Werke von böhmischen Komponisten ab. Beschlossen wird der Konzertabend aber mit einem hellen Fixstern am venezianischen Barockhimmel, dem Flötenkonzert Antonio Vivaldis (1678–1741) «Il gran Mogol», RV 431a. (pd)

Karten können unter www.kultur forum-berneck.ch oder an der Abendkasse ab 16 Uhr bezogen werden. Weitere Informationen unter www.rgml.ch.

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