Prägnante Motive, bunte Bilder

HEERBRUGG. Die gemeinsame Aufführung des musikalischen Märchens «Peter und der Wolf» von Schülerinnen und Schülern von Kanti und Primarschule erfreute mit Klangbildern und Farbtönen die etwa 100 Zuschauer.

Maya Seiler
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Die eingängigen Motive der Musik wurden von den farbenfrohen Figuren und Kulissen unterstrichen. (Bild: Maya Seiler)

Die eingängigen Motive der Musik wurden von den farbenfrohen Figuren und Kulissen unterstrichen. (Bild: Maya Seiler)

«Eines Morgens öffnete Peter die Gartentür und ging hinaus auf die grosse, grüne Wiese.» Jeder kennt die Geschichte vom furchtlosen Buben Peter, dem es gelingt, mit Hilfe des kleinen Vogels den Wolf zu fangen. Der Komponist Sergei Prokofjew komponierte das musikalische Märchen, um Kinder mit den Instrumenten eines Sinfonieorchesters vertraut zu machen. Gestern Abend wurde das bekannte Werk in der evangelischen Kirche aufgeführt.

Gemeinschaftswerk

Den Orchesterpart übernahmen Kantischülerinnen und -schüler der Klasse 2F mit ihren Lehrpersonen Anna Danielewicz, Sonja Egger und Peter Egli. Als Erzählerinnen und Erzähler fungierten die Zweitklässler der Primarschule Au. Zusammen mit ihren Lehrkräfte Elisabeth Gloor, Lilo Lichtenstern und Michal Rothen hatten sie sich mit dem Text des Märchens auseinandergesetzt und die Geschichte in Bildern dargestellt. Ausserdem bastelten sie mit viel Kunstfertigkeit die Kulissen und die Hauptfiguren.

Anna Danielewicz, Pianistin und Klavierlehrerin an der Kantonsschule wollte mit Schülerinnen und Schüler der Klasse 2F ein zusammenhängendes Musikwerk aufführen. Gemeinsam mit ihren Kollegen Sonja Egger und Peter Egli studierte sie das reizenden Musikstück mit mit etwa 15 Klavier- und Gitarrenschülern ein.

Klavier und Gitarre

Allerdings wurden die Leitmotive der verschiedenen Märchenfiguren allein mit Klavier- und Gitarrenklängen interpretiert. Nur für die Melodie des Grossvaters setzte sich Peter Egli an den Kontrabass. Die Musizierenden meisterten die nicht immer leichten Harmonien mit grossem Einsatz. Der Wechsel der Interpreten und das «Zwiegespräch» mit den Erzählenden klappe aufs beste. Neun Unterstufen-Kinder waren alternierend als Vorleser des Märchens im Einsatz. Mit Rührung beobachteten die Zuschauer, wie konzentriert der vom Komponisten selber geschriebene Text vorgetragen wurde.

Grosse Puppen

Dazu führten Kinder in schwarzen Trikots die wunderschön gestalteten Märchenfiguren, welche die Geschichte «spielten.» Sie zeigten viele liebevolle Details: Der kleine Vogel mit den bunten Federn, der Grossvater mit Hut und Bart, die Katze oder die Jäger mit ihren Gewehren. Als der schwarze Wolf erschien, fürchteten sich gar einige der kleinsten Zuschauer. Die wunderschönen Aufführung bekam viel Beifall.

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