Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Postmodern leben

AU/EGGERSRIET. Andrea Reinwald und Manuel Kuster beginnen in Portugal ein neues Leben. Sie werden Bauern sein, aber auch Künstler, Philosophen und Revolutionäre.
Wandern aus: Andrea Reinwald und Manuel Kuster. (Bild: pd)

Wandern aus: Andrea Reinwald und Manuel Kuster. (Bild: pd)

Andrea Reinwald ist in Au aufgewachsen und zur Schule gegangen, ihre Eltern wohnen, ebenso wie viele der Verwandten, noch immer im Rheintal. Die letzten Jahre verbrachte sie mit Manuel Kuster, selbst Bürger von Diepoldsau, in Eggersriet.

Neuer Lebensweg

Gemeinsam kamen sie zur Ansicht, dass ihr Dasein mehr beinhalten müsse als die widerstandslose Eingliederung in ein Wirtschaftssystem, das ihrer Ansicht nach geradewegs auf einen Abgrund zusteuert. Also begaben sich Reinwald und Kuster auf einen neuen und noch ungewissen Lebensweg. Im portugiesischen Vale de Prazeres fanden sie einen alten Bauernhof – die «Quinta das Figueiras» (Hof zu den Feigenbäumen). Hier, so sind sie sich sicher, können sie ihre Vorstellungen von einem nachhaltigen Lebensstil umsetzen und zugleich ein Beispiel für eine wahrhaft postmoderne Lebensweise abgeben.

Selbstversorgung

Ziel ihrer Idee ist es in erster Linie, einen möglichst hohen Grad an Selbstversorgung mittels Prinzipien der Permakultur zu erreichen. Doch in dem zukünftigen Paradies aus Ästhetik und Naturvielfalt soll auch «sanfter Tourismus» seinen Platz finden. Für diesen Zweck sammelt das auswanderungslustige Paar gegenwärtig Geld für eine mongolische Jurte – ein traditionelles Nomadenzelt – über die Crowd-funding-Plattform www.100-days.net. Interessierte Leser finden den liebevoll gestalteten Projektauftritt unter dem vielsagenden Titel «Grüne Ferien im Grünen».

Aufbruch am 1. Juni

Bis zum grossen Aufbruch am 1. Juni arbeitet Manuel Kuster weiter als Verwaltungsangestellter, während Andrea Reinwald die Aufgabe übernommen hat, alles was im neuen Haushalt in der Ferne nicht mehr gebraucht wird, über das Internet und an Hausflohmärkten zu verkaufen. Momentan laufen die Vorbereitungen für den letzten grossen Ausverkauf am 4. Mai im Eggersrieter Noch-Zuhause. Eine harte Doppelbelastung, zumal so ein Umzug über fast zweitausend Kilometer akribisch arrangiert sein will. Doch die beiden Unbeugsamen demonstrieren Zuversicht – oder wie sie es ausdrücken: «Der Westwind hat gedreht. Nun trägt er uns auf seinem Rücken gen Portugal, unserem grünen Traum entgegen.» (pd)

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.