Polizei veröffentlicht Stimmen der anonymen Bombendroher

st. gallen. Die Polizei setzt bei der Fahndung nach den Bombendrohern von St. Gallen auf ungewohnte Methoden und veröffentlicht nun deren Stimmen.

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st. gallen. Die Polizei setzt bei der Fahndung nach den Bombendrohern von St. Gallen auf ungewohnte Methoden und veröffentlicht nun deren Stimmen.

Nadel im Heuhaufen suchen

Die drei Anrufe, die in Zusammenhang mit der Bombendrohung von Dienstag bei der Polizei eingegangen sind, sind unter der Nummer 071 229 96 97 abzuhören. Personen, die Angaben zu den Stimmen machen können, setzen sich unter 071 229 96 96 mit der Polizei in Verbindung.

Bisher sind erst eine «Handvoll» Hinweise eingegangen. «Wir tappen noch im dunkeln», sagt Hanspeter Krüsi, Pressesprecher der Kantonspolizei St. Gallen, auf Anfrage. Zwar haben die Beamten in den beiden Telefonzellen, von denen aus die Anrufe erfolgt waren, Fingerabdrücke gesichert. Laut Max Imfeld, dem zuständigen Staatsanwalt, sind aber nicht alle deutlich genug, um sie mit jenen in der Datenbank zu vergleichen. «Und die klaren Spuren stimmen nicht mit den bereits erfassten überein», sagt Imfeld.

Nun hoffen Staatsanwalt und Polizei auf die Mithilfe der Bevölkerung. «Mit den Hinweisen gelingt es uns vielleicht, einen Verdächtigen auszumachen», sagt Imfeld. Der Staatsanwalt selbst glaubt, dass es sich bei den drei Anrufern um dieselbe Person handelt. «Andere Kollegen sind jedoch anderer Meinung.»

Stimmprobe für Verdächtige

Bisher liess die Staatsanwaltschaft die Stimmen nicht untersuchen. Hat man jedoch einen Verdächtigen im Visier, wird dieser Stimmproben abgeben müssen.

Die anonymen Stimmen können auf der Online-Ausgabe des Tagblatts abgehört werden. (dbu)

www.tagblatt.ch