Polizei stellt die Suche nach Spaziergänger ein

Ein Spaziergänger ist am Donnerstagmorgen bei Frauenfeld in die Murg gerutscht. Seither ist er verschwunden. Die Polizei geht davon aus, dass er ertrunken ist.

Stefan Hilzinger
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FRAUENFELD. Die Helikopter waren nicht zu überhören, die am Donnerstag über Frauenfeld kreisten. Sie suchten nach einem 67-jährigen Mann, der seit seinem Morgenspaziergang an der Murg als vermisst gilt. Die Spuren an der mutmasslichen Unglücksstelle deuten gemäss Polizei darauf hin, dass der Mann die steile Böschung hinuntergerutscht und in den Fluss gefallen ist.

Hund gefunden

Die Stelle befindet sich am östlichen Ufer der Murg, wenige Meter flussaufwärts des Steges beim Frauenfelder Schwimmbad. Einer Spaziergängerin war ein Hund aufgefallen, der ohne Herrchen, aber mit Halsband und Leine am Ostufer der Murg entlanglief. Dank des Chips konnte die Polizei feststellen, wem der Hund gehört. Da der Besitzer des Hundes nicht zu Hause anzutreffen war, machte sich die Polizei, begleitet und unterstützt von den Angehörigen, auf die Suche nach dem Mann.

Suchhunde wiesen immer wieder auf die erwähnte Stelle an der Böschung der Murg hin. Zudem fand der Suchtrupp an der Stelle eine Mütze, die dem Mann gehört hatte. Die Polizei kam zum Schluss, dass der Mann dort ins Wasser gestürzt sein muss.

«Wir haben die Murg bis zur Einmündung in die Thur mit Tauchern abgesucht, und die Thur ab dort mit Helikoptern bis zur Einmündung in den Rhein, unweit von Flaach, überflogen – ohne Erfolg», sagt Andy Theler, Informationschef der Thurgauer Kantonspolizei. Nach dem Eindunkeln brach die Polizei die Suche ab.

Kein Fremdverschulden

Da schon am Donnerstag «sehr intensiv» nach dem Mann gesucht worden sei, habe die Polizei die Suche gestern nicht mehr fortgesetzt, sagt Theler. Offiziell gilt der Mann als vermisst. «Aufgrund der Umstände muss damit gerechnet werden, dass der Mann ertrunken ist», sagt der Informationschef der Thurgauer Polizei weiter. «Wir haben keinerlei Anzeichen von Fremdverschulden feststellen können.»

Sehr viel Wasser geführt

Am Donnerstagmorgen führte die Murg sehr viel Wasser. In der Nacht davor hatte es stark geregnet. Der Unfall könnte zu diesem Zeitpunkt geschehen sein, mutmasst die Polizei.