Politik sollte Feuerwehren ernster nehmen

Vom Rheintaler Feuerwehrverband mit Rüthi, Oberriet, Eichberg, Altstätten, Marbach und Rebstein wurden 2018 insgesamt 5748 Einsatzstunden geleistet. Die Jahresbeiträge bleiben gleich.

René Jann
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Vizepräsident Daniel Keel (rechts) überreicht Heinz Schmid als Dank für 25 Jahre im Dienste des Nächsten das Feuerhorn. (Bild: j)

Vizepräsident Daniel Keel (rechts) überreicht Heinz Schmid als Dank für 25 Jahre im Dienste des Nächsten das Feuerhorn. (Bild: j)

Vizepräsident Daniel Keel legte am Freitagabend bei der Delegiertenversammlung über das Verbandsjahr 2018 Rechenschaft ab. Beim Kommando der Feuerwehr Rema gab es einen Wechsel. Nicole Casterra übergab das Kommando an Stefan Kläui (Stellvertreter ist Ivo Ritter). Aus der Statistik geht hervor, dass 2018 bei 200 Einsätzen 5748 Einsatzstunden geleistet wurden, was pro Korpsmitglied im Durchschnitt 20,53 Einsatzstunden (Vorjahr 22,68 Stunden) entspricht. 2017 waren 61 Einsätze mehr zu leisten gewesen. Rückläufig, so der Vizepräsident, sei die Zahl der Angehörigen der Feuerwehr (AdF), sie sank um drei auf 280. Nur Altstätten-Eichberg hat einen Zuwachs von fünf AdF zu verzeichnen. Einstimmig wurden das von Michel Graf verfasste Protokoll der DV 2018 und der Jahresbericht des Präsidenten gutgeheissen, ebenso die Jahresrechnung. Letztere weist eine Vermögensvermehrung um 4757 Franken auf 47 051 Franken aus. Der Vorstand wurde einstimmig entlastet. Als Nachfolger Rolf Lüchingers, der seit 2012 als Revisor amtete, wählten die Delegierten einstimmig Robert Büchel aus Oberriet. Die Jahresbeiträge wurden gemäss Antrag des Verbandsvorstandes auf bisheriger Höhe belassen: 500 Franken pro Gemeinde und 0,175 Rappen pro Einwohner. Heinz Schmid aus dem Offizierskorps der Rema-Feuerwehr wurde für 25 Dienstjahre mit dem Feuerhorn geehrt.

Der Altstätter Stadtrat Andreas Broger, Präsident der Feuerschutzkommission, würdigte die Milizarbeit der Feuerwehrleute und deren Bereitschaft, für den Dienst am Nächsten bereit zu sein. Mit Besorgnis stellte er jedoch fest, dass es zunehmend schwieriger sei, Leute zu finden, die heutzutage noch dazu bereit seien, Verantwortung zu übernehmen.

Es gelte, das Bewusstsein zu stärken, dass die Feuerwehr ein wichtiger Teil der Gesellschaft sei. Feuerschutzinspektor Stefan Kramer vom Kantonalverband lud zur Teilnahme an der DV des Kantonalverbandes ein, die am 26. April in Berneck stattfindet. Mit Bedauern stellte Kramer fest, dass das Feuerschutzgesetz zurückgewiesen worden sei, obwohl sich im Kanton 60 Feuerwehren in fünf Punkten einig seien. Kramer appellierte an die Politik, die 60 Feuerwehren künftig ernster zu nehmen.