Plüsch spielten – und alle sangen mit

Was für ein Comeback! Plüsch gaben nach vier Jahren Pause im Rahmen ihrer «Eile mit Weile»-Tour ein tolles Konzert in Altstätten. Das ist auch beste Werbung für den Kulturraum Jung Rhy.

Gerhard Huber
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Andreas Ritschard, die Stimme von Plüsch. (Bilder: Ulrike Huber)

Andreas Ritschard, die Stimme von Plüsch. (Bilder: Ulrike Huber)

ALTSTÄTTEN. Nach zahlreichen Nr.-1-Hits wie «Heimweh», «Ufo» und «Häbs guet», drei jeweils mit Platin ausgezeichneten Alben, und unzähligen Konzerten legte die Band 2008 eine kreative Pause ein. Jetzt ist sie wieder da. Und wie! Seit Januar gibt's das neue Album «Eile mit Weile». Die ausgekoppelte Single «s kennt ne kene so gnau» stürmte gleich wieder an die Spitze der Charts. Und die Männer von Plüsch touren wieder kreuz und quer durch die Schweiz.

Druckvoll, rau und persönlich

Dem Verein Rhyboot war es gelungen, diese mitreissende Liveband für vergangenen Freitag nach Altstätten ins Jung Rhy zu holen. Vor 450 begeisterten Fans rockten Plüsch anfangs drauflos, als ob sie den Putz von den Wänden holen wollten. Schnelle, kräftige Songs wechselten sich dann mit einfühlsamen melodiösen Balladen ab. Lieder, die von Leuten wie dir und mir handeln, von Freuden und Sorgen, von Einsamkeit und der Frage nach der Zukunft. Lieder mit unkomplizierten, echten, persönlichen Texten in unverfälschtem Berner Schwyzerdüütsch. Melodien, die balladenhaft, abwechslungsreich, treibend und in den Refrains auch hymnisch sind. Die im Vergleich zu früher von Plüsch aber druckvoller, rauer und persönlicher mit vielfältiger und teilweise auch filigraner Instrumentierung gestaltet sind.

Eile mit Weile und Heimweh

Die Fans wurden mitgerissen, klatschten, tanzten und sangen mit. Denn Plüsch machten ihrem Ruf als einer der herausragendsten Schweizer Livebands alle Ehre. Frontmann und «Stimme» Andreas Ritschard, Simon Ryf am Bass, Roger Meier an der Gitarre, Andreas Hunziker am Keyboard und Alex Balajew an den Drums zogen die Zuschauer in ihren Bann, entfachten die Art von Magie, die es nur bei Livekonzerten gibt. Begeisterten alle Anwesenden. Nach den aktuellen Liedern des «Eile mit Weile»-Albums gaben Plüsch den Leuten, was sie wollten – Zugaben und auch die alten Hits. Aus Hunderten Kehlen wurden «Heimweh», «Ufo» und «Häbs guet» mit Gefühl und Kraft mitgesungen.

Dem Publikum hat das Konzert grosses Vergnügen bereitet.

Dem Publikum hat das Konzert grosses Vergnügen bereitet.

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