Platz für das Projekt Comune

Das alte Haus an der Mitteldorfstrasse 18 wird dieser Tage abgebrochen. Es weicht einem Neubauprojekt mit sieben Wohneinheiten. Die Idee der Bauherrschaft ist, durch eine schlichte Bauweise günstige Mietwohnungen anbieten zu können.

Bea Sutter
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Die Abbrucharbeiten des alten Hauses an der Mitteldorfstrasse sind im Gange. Auf dem Grundstück entsteht ein Neubau. (Bild: Bea Sutter)

Die Abbrucharbeiten des alten Hauses an der Mitteldorfstrasse sind im Gange. Auf dem Grundstück entsteht ein Neubau. (Bild: Bea Sutter)

DIEPOLDSAU. Bald ist nichts mehr da vom alten Haus an der Mitteldorfstrasse 18. Am Donnerstag sind die Bagger aufgefahren und sind zurzeit dabei, das ganze Gebäude abzureissen.

Lange wird der Platz nicht unbebaut bleiben. Ein modernes Bauprojekt ist geplant – und wenn alle Vorarbeiten wie die Verlegung von Werkleitungen abgeschlossen sind, könne mit dem Neubau gestartet werden, sagt Albert Spirig von der Spirig Albert Architektur GmbH, Diepoldsau. Er hat die Bauleitung inne. Architekt der Überbauung ist Stefan Meyer aus Diepoldsau.

Lösung: Verkauf

Monika und Salvatore Di Lorenzo-Hagen sind die Besitzer des zu überbauenden Grundstücks. Ursprünglich gehörte nicht der ganze Boden ihnen. Der südliche Teil war im Besitz von Manfred Frei. Lange haben die Eigentümer der beiden benachbarten Parzellen miteinander diskutiert, bis sie zum Schluss kamen: Der eine verkauft sein Grundstück dem anderen, um etwas Grösseres darauf zu bauen. Manfred Frei verkaufte seinen Boden. Stefan Meyer erhielt den Auftrag, ein Projekt auszuarbeiten.

Sieben Wohneinheiten

Das Projekt ist ein Mehrfamilienhaus mit sieben Wohneinheiten – eigentlich ein Reihenhaus, denn die Wohnungen liegen nicht übereinander, sondern nebeneinander.

Diese klare Trennung der Wohnungen ist auch in der Fassadengestaltung durchgezogen worden und erkennbar. Eine Wohneinheit besteht aus einem Keller, einem Erdgeschoss und einem Obergeschoss. Die Grundrisse sind 3,25 auf 11,40 Meter. Das ergibt eine Gesamtfläche von circa 110 m².

Eine Wohneinheit hat vier Zimmer, eine Küche und ein Bad. Im Keller befinden sich die Waschküche und viel Abstellraum. Samba-Treppen verbinden die verschiedenen Stockwerke. Jede Wohneinheit hat einen eigenen Sitzplatz und Garten. Dieser kann vom Mieter individuell gestaltet werden.

Schlichte Baustruktur

Der Bauherrschaft sei es ein grosses Anliegen, kostengünstig zu bauen und damit auch erschwinglichen Wohnraum anzubieten, sagt Albert Spirig. Demzufolge sei eine schlichte Baustruktur gewählt worden.

Einfache und klare Formen – das Kubische zieht sich durch das ganze Projekt Comune – aussen und innen. Der Sichtbeton unterstreiche diese Linie. Zudem sei er pflegeleichter als Verputz, sagt der Bauführer. Ein weiteres wichtiges Material ist das Holz. «Es verleiht die heimelige Atmosphäre», führt Albert Spirig weiter aus. Ein Teil der Wohnungen sei schon «unter der Hand weg». Solche Objekte entsprächen einem Bedürfnis, vor allem bei Singles und Paaren. Der Bau soll im Minergiestandard realisiert werden. Für Warmwasser und zur Unterstützung der Heizung wird eine Solaranlage auf dem Dach installiert. Der Neubau ist im Frühjahr 2016 bezugsbereit.

Sichtbeton und Holz unterstreichen die Schlichtheit der Wohnräume. (Bild: pd)

Sichtbeton und Holz unterstreichen die Schlichtheit der Wohnräume. (Bild: pd)