«Platz 13 war noch das Beste»

Das Rennwochenende der Supersport-WM in Assen war für den Altstätter Dominic Schmitter wieder durch (technische) Probleme geprägt.

Yves Solenthaler
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Dominic Schmitter (Nummer 6) im Pulk: «Assen war ein richtig schwieriges Wochenende für mich.» (Bild: pd)

Dominic Schmitter (Nummer 6) im Pulk: «Assen war ein richtig schwieriges Wochenende für mich.» (Bild: pd)

MOTORRAD. Nach dem achten Platz eine Woche zuvor in Aragon hatte sich der 20-jährige Schmitter auf einer seiner Lieblingsstrecken mehr erhofft als den 13. Rang. Nicht zum ersten Mal machte ihm die Motorenleistung zu schaffen: In den freien Trainings konnte er kaum mehr als zwei Runden am Stück fahren, so dass nach dem Qualifying – in dem er siebtbeste Zeit erzielte – nur der 14. Startplatz übrig blieb. Aber nicht nur das Material, auch der Fahrer war auf dem traditionsreichen Circuit in der Niederlande nicht top – so fabrizierte der Altstätter im Training einen Sturz.

Vor «Heimrennen» in Imola

Uneinig waren sich Schmitter und sein italienisches Team Go Eleven darüber, welchen Motor sie verwenden sollten. Das Team setzte sich durch; Schmitter musste mit dem Aggregat starten, das ihm schon beim zweiten Rennen in Thailand viel Mühe bereitet hatte. Er selbst hätte – trotz deutlich tieferer Temperaturen – denselben Motor wie beim Europa-Auftakt in Aragon bevorzugt. Dass er vom Team nicht erhört wurde, erschien ihm zunächst unverständlich: «Das Team muss auf den Fahrer hören.»

Einen Tag nach dem Rennen sagte er aber: «Man muss das Team auch verstehen: Ein Motor nutzt sich mit jedem Kilometer ein bisschen ab. Und für Go Eleven ist vor allem das Heimrennen in Imola wichtig.» Der GP Imola vom 8. bis 10. Mai ist das nächste Rennen der Supersport-WM. Nach den ersten vier von insgesamt zwölf Rennen liegt Schmitter auf dem zwölften Zwischenrang.

Das ist unter den Erwartungen, der Altstätter Rennfahrer sagt dazu: «Erst ein Drittel der Saison ist vorbei. Und ich bin neu im Team: Wir brauchen noch Zeit, um zueinander zu finden.» Die rennfreie Zeit bis Imola werde er nutzen, um gründlich zu trainieren: «Kraft- sowie Konditions-Aufbau und Mentaltraining stehen auf dem Programm.» Zum Mentaltraining gehöre vor allem, sich auf der Playstation den Rundkurs von Imola einzuprägen. Dazwischen wird er an der Rhema Sponsoren-Termine wahrnehmen.

Positiv ist, dass Schmitter auch im vierten Rennen der Saison Punkte einfahren konnte: «Der 13. Platz war das Beste an diesem für mich richtig schwierigen Wochenende.»

Zeit lief Schmitter davon

Das Fahrwerk habe er erst im Rennen hinbekommen: «Weil ich im Training nie mehrere Runden aneinanderreihen konnte, fehlte mir dafür schlicht die Zeit.» Und im Rennen selbst liess der Motor merklich nach, teilweise büsste Schmitter pro Runde vier Sekunden ein. Team-Manager Denis Sacchetti sagt: «Dominic konnte in Assen nie seine Topleistung zeigen, was auch an technischen Problemen lag. Aber dank intelligenter Fahrweise sicherte er sich drei WM-Punkte.»

In Imola hofft der Altstätter darauf, den «Fehlerteufel» endlich loszuwerden. Und etwas zu feiern hatten Schmitter und sein Team schliesslich doch noch: «Ich beglückwünsche meinen Mechaniker Daniele Polito zu seinen Vaterfreuden.»