Planungswettbewerb für neue Velobrücke zwischen Au und Lustenau

Au und Lustenau haben einen Projektwettbewerb für die neue Brücke ausgeschrieben.

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Bürgermeister Kurt Fischer (r.) und der Auer Gemeindepräsident Christian Sepin beim früheren Zollamt Oberfahr, wo die neue Velo- und Fussgängerbrücke gebaut werden soll.

Bürgermeister Kurt Fischer (r.) und der Auer Gemeindepräsident Christian Sepin beim früheren Zollamt Oberfahr, wo die neue Velo- und Fussgängerbrücke gebaut werden soll.

Bild: Lukas Hämmerle

Ein gemeinsamer Ingenieurwettbewerb für die Planung der Langsamverkehrsbrücke für Fussgänger und Velofahrer wurde ausgeschrieben. Ende Januar 2021 wird das Siegerprojekt gekürt.

Bereits im Juni soll das Siegerprojekt beim grenzüberschreitenden Agglomerationsprogramm eingereicht werden, in dem die rheinüberschreitende Zusammenarbeit gestärkt und die Siedlungs- und Verkehrsentwicklung im Rheintal aufeinander abgestimmt wird.

«Damit wollen wir uns die Mitfinanzierung des 10-Millionen-Franken-Projekts durch den Schweizer Bund und das Land Vorarlberg sichern», bekräftigen Gemeindepräsident Christian Sepin und sein Lustenauer Amtskollege, Bürgermeister Kurt Fischer. Läuft es nach Plan, könne im Herbst 2024 mit dem Bau begonnen werden. Zehn Sach- und Fachpreisrichter werden die technische Machbarkeit der Projekte abklären, das Erscheinungsbild beurteilen, die Kosten schätzen sowie die Wirtschaftlichkeit der eingereichten Projekte prüfen. Es gelte, die flussbaulichen und geologischen Verhältnisse zu berücksichtigen, ein Hochwasser zu bedenken, die Velowege im Rheinvorland oder die Querung der stark befahrenen L203 und eine Anbindung an das Lustenauer Zentrum einzuplanen. Auch die künftigen Freizeit- und Erholungsmöglichkeiten durch Rhesi sollen in die Planungen einfliessen.

Eine Machbarkeitsstudie sprach sich für eine Verbindung etwa 650 Meter südlich der bestehenden Rheinbrücke aus. Auf einer Länge von 300 Metern soll die neue Velobrücke den Rhein überspannen: Von der Überführung der Schweizer A13 in den Auer Ortsteil Oberfahr bis zum ehemaligen Zollamt Oberfahr in Lustenau.

Durch die neue Velobrücke soll einerseits die Fahrt über die Grenze für Velofahrerinnen und Velofahrer sicherer werden, andererseits mehr Pendlerinnen und Pendler zum Velofahren animiert werden. Bereits jetzt fahren täglich 1600 Velofahrer über die Grenzübergänge Au und Widnau, wie eine Verkehrszählung 2017 ergeben hat. (pd/red)