Pirouetten, Salti und Purzelbäume

SKISPORT. Roger Gmünder gewinnt das Fassdaubenrennen des FC Rebstein vor Titelverteidiger Stefan Städler und Valentin Bünter. 23 Sturzpiloten wagten sich am Plauschanlass mit Brettern von alten Fässern das «Räbschter» Tobel hinab.

Mäx Hasler
Drucken
Teilen
Die Sieger des Fassdaubenrennens am «Räbschter» Tobel (v. l.): Stefan Städler (2.), Roger Gmünder (1.) und Valentin Bünter (3.). (Bild: Mäx Hasler)

Die Sieger des Fassdaubenrennens am «Räbschter» Tobel (v. l.): Stefan Städler (2.), Roger Gmünder (1.) und Valentin Bünter (3.). (Bild: Mäx Hasler)

Das Fassdaubenrennen des FC Rebstein, das zuletzt vor drei Jahren durchgeführt werden konnte, hat einmal mehr viele Zuschauer angezogen. Die meisten stellten sich dabei die Frage, ob dieses Spassrennen überhaupt hätte durchgeführt werden sollen, denn die Piste war in einem äusserst schlechten Zustand.

Der Temperaturanstieg und der Regen hatten dem von der Pistenequipe hergerichteten Tobelhang arg zugesetzt. Die 23 Sturzpiloten und Fassdauben-Akrobaten liessen sich aber nicht entmutigen und boten den begeisterten Zuschauern ein tolles Spektakel. Im Unterschied zu Kitzbühel gab es im Tobel keine Verletzten. Und kein Preisgeld.

Rasender Schotte

Stefan Rupp alias Spider Heini legte im Slalom mit der Startnummer eins mit 40 Sekunden trotz eines Sturzes in einer halsbrecherischen Fahrt eine beachtliche Zeit in den schmelzenden Schnee. Diese Zeit wurde dann von Stefan Städler, Valentin Bünter und vom rasenden Schotten Roger Gmünder um vier, acht und 14 Sekunden unterboten.

In der Abfahrt, die eher auf einem Acker als auf einem schneebedeckten Hang durchgeführt wurde, ging es dann um den Gesamtsieg. Mäc Gmündi verteidigte als Zweiter der Abfahrt (24,82 Sekunden) die Zwischenführung und wurde in 51,56 Sekunden Kombinationssieger vor Stefan Städler, der mit 15,72 Sekunden eine Abfahrtszeit hinlegte, die selbst Bernhard Russi zu Superlativen hätten hinreissen lassen. Valentin Bünter wurde dank seiner guten Slalomzeit als Siebter der Abfahrt Gesamtdritter.

Respekt verdient

Da konnten Schmusebär Patrick Nater (6. Rang), der beste Turner Dani Büchel (9.) oder Tormann Kristian Kühn, der in seinem Eisbärenkostüm seinem Landsmann Felix Neureuther versuchte nachzueifern, aber lediglich 19. wurde, nicht mehr mithalten. Ein weiterer Sieger war der fünftklassierte Eggi. Sein Sujet «Fussball» mit einem Fussballplatz auf dem Rücken wurde von den Jurorinnen Bianca Ender und Andrea Langenegger als originellstes gewertet. Aber auch jene Läufer, die «ferner liefen» ins Ziel kamen, erhielten Anfeuerungsrufe und herzlichen Applaus und verdienten sich mit ihren akrobatischen Einlagen den Respekt des Publikums. Einige kamen nicht mit Schlittschuh-, aber mit Fassdaubenschritten ins Ziel. Andere kugelten kopfvoran über die Ziellinie, und nochmals andere hechteten fast todesmutig über die ominöse Linie. Einzelne kamen nur mit einem oder gar keinem High-Tech-Ski ins Ziel. Wohl deshalb, weil der Sicherheitscheck der Vorkriegsbindung am Start zu wenig sorgsam durchgeführt wurde.

Fazit: Es ist zu hoffen, dass auf dieses Rennen mit dem hohen Unterhaltungs- und Spasswert nicht wieder drei Jahre gewartet werden muss. Rennleiter Daniel Strickler, Pistenchef Armin Langenegger, Starter Marco Lüchinger und alle Helfer haben ganze Arbeit geleistet.

Zielsprung einmal anders: Mäga Rohner.

Zielsprung einmal anders: Mäga Rohner.

Aktuelle Nachrichten