Piaggio Ape

Ape heisst Biene. Bienenfleissig mit dem dreirädrigen Kult-Transporter aus Italien ist das Kino Madlen schon länger. Das Madlen betreibt mit seinem Piaggio eine rollende Crêperie.

René Schneider
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Ape heisst Biene. Bienenfleissig mit dem dreirädrigen Kult-Transporter aus Italien ist das Kino Madlen schon länger. Das Madlen betreibt mit seinem Piaggio eine rollende Crêperie. Die Rheintaler SVP und die Raiffeisenbank Rorschacherberg-Thal operieren seit kurzem ebenfalls mit dem Fahrzeug-Klassiker, der als Strassenküche seit den 1950er-Jahren weltweit Furore macht.

Aber warum schaffte die Raiffeisenbank zu ihrem Jubiläum eine «Biene» an? Was ist die Botschaft? Der Ape hat einen gewissen Jöö-Effekt, aber seine Technik erfuhr in den letzten siebzig Jahren kaum Neuerungen. Zudem gilt er mit seinem Zweitakt-Motor wie in seinen Lärm- und Abgaswerten nicht als innovativ in Sicherheits- und Umweltbelangen. Aber vielleicht will ja die Bank zu ihrem Jubiläum nicht in die Zukunft weisen, sondern vor allem verklärt zurückblicken.

Und was will uns die Rheintaler SVP sagen mit dem Einsatz dieses Fahrzeugs als Wahlkampf-Vehikel? Zumal ihre Exponentinnen und Exponenten nicht mit putzigen, spartanischen Autos vorfahren. Auch fällt wohl ausser Betracht, dass die Partei mit dem Piaggio ihren Konservatismus zelebriert und kultiviert. Vielleicht aber ist die Botschaft viel subtiler und lautet so: «Seht her! Wir lieben Ausländer aus dem Süden – sofern sie auf mindestens drei Rädern einreisen.»

rene.schneider@rheintalmedien.ch