PFERDESPORT: Luxus für alle Beteiligten

520 Reiter und ihre Pferde massen sich über das Pfingstwochenende in Diepoldsau. Der Kavallerieverein weihte mit dem Turnier seinen neuen Hightech-Platz ein.

Heribert Beck
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Die Startmöglichkeiten wurden in allen Kategorien gut genutzt, hier ist Lia Baumann im Einsatz. (Bilder: Heribert Beck)

Die Startmöglichkeiten wurden in allen Kategorien gut genutzt, hier ist Lia Baumann im Einsatz. (Bilder: Heribert Beck)

Heribert Beck

Über die Jahre meldeten sich immer weniger Teilnehmer an den Springturnieren des Kavallerievereins Unterrheintal an. Das lag vor allem daran, dass der Platz nicht optimal war. Je nach Witterung war er entweder zu weich oder zu hart, und die Turnierreiter nahmen lieber auf besseren Plätzen an den Konkurrenzen teil. Nun verfügt der Verein in Diepoldsau aber über eine neuartige Hightech-Anlage. Der Platz regelt sozusagen seinen Wasserhaushalt selber. Ist er zu trocken und hart, wird Wasser zugeführt, um ein Stauben zu vermeiden und den Pferden Halt zu geben. Ist er zu nass und sumpfig, wird Wasser entzogen.

Auch für Nicht-Rösseler

Dieses Jahr wurde dementsprechend die erfreuliche Teilnehmerzahl von 520 Reiterinnen und Reitern gezählt. «Es ist das erste Mal, dass ich als OK-Präsidentin fungiere, nachdem ich im Vorjahr schon einmal hineinschnuppern durfte», sagte Janina Ruppanner am Rande des Turniers. Aufgrund eines eingespielten Teams sei aber alles reibungslos über die Bühne gegangen. «Unsere Ressortchefs sind alle schon seit Jahren dabei und wissen ganz genau, was zu tun ist. Ausserdem springen alle dort ein, wo ge­rade Hilfe benötigt wird.» Es sei schön, an diesem Turnier vie­- le alte Bekannte zu treffen und gemeinsam viele spektakuläre Sprünge mitzuerleben. «Wir wollen aber auch den Nicht-Rösselern etwas bieten an unserem Turnier. Dafür ist unser neuer Platz ebenfalls eine Aufwer­- tung für den Verein. Die Quali­- tät des Dargebotenen hat sich enorm verbessert. Der Platz ist also Luxus für Pferde, Reiter und Zuschauer», sagte Janina Ruppanner.

70 bis 115 Zentimeter hohe Hindernisse

Der Turnierablauf sieht einen Parcours mit Prüfungen zwischen 70 und 115 Zentimetern vor. «Wer dies fehlerfrei bewältigt, erhält einen Flot (Pferdeschleife) und eine Plakette», sagte Janina Ruppanner. Fehlerfrei heisst dabei, dass keine Stange hinuntergeworfen wird und auch dass das Pferd nicht stehen bleibt.